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BioM Dinner 2025: Biotechnologie und KI als Schlüssel für Bayerns Wettbewerbsfähigkeit

Prof. Ralf Huss mit Prof. Clemens Fuest (ganz links), Prof Gitta Kutyniok und Hubert Aiwanger (rechts) beim BioM Dinner 2025.

Beim traditionellen BioM Jahresabschluss-Dinner gab Geschäftsführer Prof. Ralf Huss einen Rückblick auf zentrale Entwicklungen im bayerischen Biotechnologie-Ökosystem und skizzierte kommende strategische Schwerpunkte von BioM. Die diesjährigen Sprecher – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, ifo-Präsident Prof. Clemens Fuest und LMU-KI-Forscherin Prof. Gitta Kutyniok – setzten pointierte Impulse zu wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, technologischem Wandel und der Rolle von Künstlicher Intelligenz für Bayern und Deutschland.

Zum feierlichen Jahresausklang kamen erneut zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Biotech- und Pharmabranche in München zusammen. Neben wertvollem Networking bot das BioM Dinner inspirierende Vorträge, die den Blick auf die Zukunft des Standorts schärften.

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstrich in seinem Grußwort die enorme Bedeutung der medizinischen Biotechnologie für Bayerns Zukunft. Er betonte deren essenziellen Beitrag zu Wohlstand, Gesundheit und Lebensqualität leiste und dass Bayern im internationalen Wettbewerb seine Stärken gezielt ausbauen müsse. Gleichzeitig verwies er auf die Notwendigkeit, Datenströme, Forschungsmöglichkeiten und Vernetzung weiter zu verbessern, um im globalen Vergleich gegenüber Regionen wie den USA oder Asien konkurrenzfähig zu bleiben. 

In seinem engagierten Impuls beleuchtete Prof. Clemens Fuest den Standort Deutschland und Bayern im globalen Wandel. Er machte deutlich, dass Deutschland in einer „Mitteltechnologiefalle“ stecke: Zu viele Investitionen fließen in etablierte Branchen wie Automobil- und Maschinenbau, die nur begrenzt wachsen. Hochtechnologien wie Biotechnologie oder digitale Technologien bieten dagegen deutlich größere Innovations- und Produktivitätspotenziale. Bayern sei hier gut aufgestellt. Entscheidend sei nun, jungen Unternehmen bessere Wachstumsbedingungen zu schaffen, vor allem hinsichtlich Bürokratie, Kapitalzugang und Steuerpolitik. 

Prof. Gitta Kutyniok von der LMU München verwies auf die starke Ausgangslage in Bayern, warnte aber vor der derzeitigen Zergliederung der KI-Landschaft. Sie präsentierte das „Bavarian House of AI“ als fehlenden Schlüsselbaustein. Das Zentrum soll Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentliche Einrichtungen bündeln und eng mit nationalen und internationalen Ökosystemen vernetzen. Ziel sei es, maximale Synergien zu schaffen, München und Bayern weltweit als KI-Exzellenzstandort sichtbar zu machen und zugleich einen zentralen Anlaufpunkt für Start-ups, KMU und die Öffentlichkeit zu bieten – als Tor zur Welt der KI.

BioM Geschäftsführer Prof. Ralf Huss erinnerte daran, dass die Hightech Agenda Deutschland wichtige Grundlagen geschaffen hat. Jetzt gehe es darum, diese konsequent in die Umsetzung zu bringen. Mit Formaten wie der Konferenz BayOConnect, die auch 2026 wieder zentrale Akteure zusammenbringen wird, und dem neuen MAxL-Inkubator stärkt BioM den Austausch und die Unterstützung für junge Unternehmen im Cluster weiter. Mit der Pandemic Alliance Munich (PAM) adressiert BioM zudem die dringende Aufgabe, sich auf zukünftige gesundheitliche Herausforderungen resilient vorzubereiten. Darüber hinaus betonte er, dass KI in Medizin und Wirkstoffentwicklung längst unverzichtbar sei. Bayerns großer Vorteil liege in der Anwendung. Und genau hier setze BioMs Initiative AI4Biotech an: eine Community, die KI-Expertise und Biotechnologie gezielt verbindet, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen.