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Dr. Petra Burgstaller

Incubation & MAxL Co-Lead, Portfolio Management

Christina Enke-Stolle

Incubation & MAxL Co-Lead, Partnership Management

Factsheet m4 Award 2025

Das waren die m4-Award Gewinner 2013!


Dr. med. Thomas Bumm

PD Dr. med. Gernot Stuhler

Universitätsklinikum Würzburg

Neuartige bi-molekulare T-Zell aktivierende Antikörper für die zielgerichtete kombinatorische Tumor-Immuntherapie (bi-ATAK)

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Moderne Therapien mit zielgerichteten Antikörpern binden an sogenannte Antigene auf den Krebszellen und bewirken, dass das Immunsystem den Krebs zerstört. Das Problem ist, dass es kaum Antigene gibt, die exklusiv auf der Oberfläche von Krebszellen auftreten und so gesundes vom krankem Gewebe nicht eindeutig unterschieden werden kann, womit unerwünschte Nebenwirkungen mit der Therapie einhergehen. Die Preisträger haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem die Krebszellen spezifisch erkannt werden, da zwei Antigene miteinander kombiniert werden. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass bestimmte Kombinationen von Antigenen nur auf Krebszellen auftreten. Durch die Verwendung von zwei Antikörperfragmenten, die jeweils ein Antigen binden und erst gemeinsam wirksam werden, wird eine hohe Spezifität erreicht. An Hand des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, soll das Therapiekonzept erprobt werden. Ist dies erfolgreich, könnte die Technologie auch auf viele weitere Krebserkrankungen übertragen werden.


Dr. med. Andreas Benesic

Prof. Dr. Alexander L. Gerbes 

Klinikum der Universität München, LMU

 

MetaHeps – Personalized Liver Protection

Mit diesem Projekt sollen Leberschäden durch neue Medikamente verhindert werden. Solche Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall zum Tode führen. Aufgrund dieses bislang unkalkulierbaren Risikos wurden zahlreiche Medikamente vom Markt genommen, obwohl meist nur wenige Patienten betroffen waren. Ursache sind die großen Unterschiede im individuellen Leberstoffwechsel, die mit den bisherigen Tests nicht erfasst werden. Die Preisträger haben ein Verfahren entwickelt, mit dem aus nur 10 ml Blut Zellen gezüchtet werden, die den Leberzellen des Spenders ähneln und so erstmals eine Aussage über das persönliche Risiko durch Medikamente und Medikamenten-Wechselwirkungen ermöglichen. Mit Hilfe des m4 Award werden Untersuchungen an Patienten und Probanden durchgeführt und individuelle Profile erstellt. Diese Aufklärung der molekularen Mechanismen im Individuum ist Basis für die Entwicklung von Biomarkern zum Schutz von Risikopatienten. Für die Pharmaindustrie ist das MetaHeps-Verfahren von größtem Interesse und erlaubt bisher unerreichte Sicherheit durch Personalisierte Medizin.


Dr. Bernhard Frankenberger

Dr. Slavoljub Milošević

Prof. Dr. Dolores Schendel

Helmholtz Zentrum München

Eliminierung von pathogenen T-Zellen bei T-Zell-Leukämie und Autoimmunerkrankungen durch den gezielten Einsatz von T-Zellrezeptor-spezifischen, monoklonalen Antikörpern (TABS)

Viele Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose werden hervorgerufen durch fehlgeleitete Bestandteile des Immunsystems, sogenannte T-Zellen, die fälschlicherweise das körpereigene Gewebe angreifen. Auch bei einer bestimmten Krebsart, der T-Zell-Leukämie ist die Regulierung der T-Zellen gestört, so dass es zu unkontrolliertem Wachstum kommt. Der Preisträger hat ein neues Behandlungskonzept entwickelt, mit dem spezifisch die fehlgeleiteten T-Zellen identifiziert und zerstört werden können, ohne die gesunden Immunzellen zu beeinträchtigen. Hierzu werden monoklonale Antikörper hergestellt, die spezifisch bestimmte Typen von T-Zellen erkennen. Mit dem m4 Award sollen die geeignetsten Antikörper charakterisiert werden und das Therapiekonzept im Tierversuch bestätigt werden. Im Gegensatz zu den heutigen Medikamenten könnte mit der neuen Therapie eine vollständige Heilung der Patienten erreicht werden.


Prof. Dr. Herrmann Koepsell

Universität Würzburg

In vivo Wirkungsnachweis eines lokal im Dünndarm wirkenden oralen Antidiabetikums zur Verbesserung der Einstellung des Blutzuckers während der Nahrungsaufnahme (DarmADB)

Diabetes ist eine Volkskrankheit und kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Erblindung führen. Ausgelöst wird Diabetes Typ 2 durch einen Mangel an Insulin oder eine verminderten Wirksamkeit dieses Botenstoffes. Der Preisträger hat einen neuen oralen Wirkstoff entwickelt, der die körpereigene Ausschüttung von Insulin anregen soll. Das Tripeptid bewirkt, dass der Traubenzucker aus der Nahrung nicht im vorderen Teil, sondern im hinteren Teil des Dünndarms aufgenommen wird. Eine hohe Zuckerkonzentration im hinteren Teil des Darms löst Signalketten aus, die die Insulinproduktion erhöhen. Aus diesem Grund wird heute bei fettsüchtigen Patienten der vordere Teil des Dünndarms operativ entfernt. Diese Operation könnte durch den neuen Wirkstoff vermieden werden. Mit dem m4 Award soll das Therapiekonzept in Tierversuchen bestätigt und der Wirkstoff für die klinische Prüfung vorbereitet werden.


Prof. Dr. Matthias Mann

Dr. Nagarjuna Nagaraj

M.Sc. Nils A. Kulak

Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

Massenspektrometrie-basierte Diagnostik zur Klassifizierung von Krankheitsbildern

Mit diesem Projekt soll die Massenspektrometrie von Proteinen Einzug in die klinische Anwendung halten. Das hochsensitive Verfahren ermöglicht es, die Eiweiß-Bestandteile einer Probe genau zu identifizieren und ihre Menge zu bestimmen. Die Massenspektrometrie wird derzeit für viele wissenschaftliche Fragestellungen verwendet, aber nicht in der klinischen Routine. Insbesondere für die Personalisierte Medizin liegt hier ein großes Potential. Für die Diagnose von Krankheiten bietet die Massenspektrometrie den Vorteil, dass nicht nur einzelne oder wenige Merkmale untersucht werden können, sondern tausende Proteine in nur wenigen Stunden. Mit dem m4 Award sollen Probenvorbereitung, Quantifizierung und Auswertung der Protein-Signaturen optimiert und standardisiert werden. Eine mögliche Anwendung ist die Untersuchung von Tumorgewebe, um die Therapie zu ermitteln, die für den individuellen Patienten am besten geeignet ist.