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Freisinger Pieris zapft 28,3 Mio. US-Dollar aus IPO an der NASDAQ

Unternehmensgründung aus der TUM, Prof. Skerra, vollzog Ende 2014 den ersten Schritt über den Atlantik, nun folgte der zweite.

Bei einer Kapitalerhöhung an der Nasdaq in New York hat Pieris in einer Erstplatzierung mit nachfolgender Erweiterung mehr als 10 Mio. Aktien plaziert. Das ergibt einen Nettoertrag von 28,3 Mio. US-Dollar.

Die rund 10 Millionen frischen Aktien werden an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gehandelt. Zuvor waren Pieris-Aktien nur im US-Freiverkehr erhältlich. Die Ausgabe der Aktien spülte dem Unternehmen mit Wurzeln im bayerischen Freising rund 28,3 Mio. US-Dollar netto in die Kasse da auch Mehrzuteilungsoptionen für rund 1,3 Millionen Aktien zum Preis von 2,75 US-Dollar je Aktie vollständig plaziert werden konnte.  

Bereits zum Jahresende 2014 hatte Pieris ein Börsenlisting im US-Freiverkehr vollzogen. Damals war die US-Tochter Pieris Inc. in den Börsenmantel der Firma Marika geschlüpft. Nachdem Pieris Inc. einen Aktientausch mit der deutschen Pieris AG durchgeführt hatte, war das Freisinger Unternehmen auf einen Schlag die Tochter der  börsennotierten Pieris Inc. Damals wurden zudem 12,23 Mio. US-Dollar in einer Privatplazierung erlöst und die öffentliche Plazierung von Aktien an der Nasdaq als Ziel ausgegeben. 

Mit dem Kapital soll die weitere Entwicklung der hauseigenen Anticalin-Technologie-Plattform vorangetrieben werden. Die durch Proteindesign künstlich erzeugten Proteine sind strukturell von natürlich vorkommenden Lipocalinen abgeleitet. Die Antigen-bindenden Moleküle bestehen aus etwa 180 Aminosäuren und sind mit einer Molekülmasse von unter 20 kDa etwa acht mal kleiner als Antikörper vom IgG-Typ. Pieris‘ Leitsubstanz PRS-080 bindet an den Hepcidin-Rezeptor und soll zur Behandlung von Anämien eingesetzt werden. Mitte Juni wurde in einer Phase I-Studie planmäßig der letzte Patient aufgenommen. 

Anticaline wurden maßgeblich von der Forschergruppe um Arne Skerra an der Technischen Universität München (TUM) entwickelt. Im Freisinger IZB sitzt weiterhin die Forschungseinheit des Unternehmens.

www.pieris.com