Erneut großes Interesse an der GAIN-Tagung – Netzwerken rund um Karriereperspektiven in der Wissenschaft
In San Francisco, USA, beginnt heute um 17 Uhr Ortszeit die Jahrestagung 2026 des German Academic International Network (GAIN). Staatssekretär Marcus Pleyer vertritt die Bundesregierung und spricht vor jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Wissenschaftsstandort Deutschland. Dabei stellt er neue Karrierewege und Fördermöglichkeiten vor, darunter das 1.000-Köpfe-Plus-Programm, das internationalen Forscherinnen und Forschern aus aller Welt zusätzliche Perspektiven für eine wissenschaftliche Karriere in Deutschland eröffnet.
Dazu erklärt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär:
„Das große Interesse an der GAIN zeigt, dass Deutschland für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein attraktiver Standort ist. Gerade in geopolitisch und wissenschaftspolitisch herausfordernden Zeiten ist Deutschland ein verlässlicher Partner: Wir pflegen unsere Kooperationen, vertiefen bestehende Partnerschaften und zeigen die Chancen unseres Wissenschaftsstandorts auf. Auch in diesem Jahr sind neben deutschen auch zahlreiche internationale Postdocs, die in den USA oder Kanada forschen, der Einladung gefolgt. Mit unserem 1.000-Köpfe-Plus-Programm – der Global Minds Initiative Germany – senden wir ein klares Signal: Der Wissenschaftsstandort Deutschland hat viel zu bieten – hier können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt frei und exzellent forschen. Gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst schaffen wir dafür attraktive Karriereperspektiven auf verschiedenen Erfahrungsstufen und über alle Disziplinen hinweg.“
Die GAIN-Jahrestagung stößt auch in diesem Jahr mit insgesamt mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auf großes Interesse. Die Jahrestagung ist die größte deutsch-nordamerikanische Wissenschaftskonferenz und ein zentraler Treffpunkt für den transatlantischen Austausch.
Die Tagung bietet ein vielfältiges Programm aus Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträgen zur deutschen Wissenschaftslandschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Karriereentwicklung in der Forschung und Fördermöglichkeiten. Ergänzend zum Tagungsprogramm findet eine Karrieremesse statt, auf der sich über 50 deutsche Hochschulen, zahlreiche Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen präsentieren. Hier ist auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit einem Stand vertreten und informiert u.a. über das Tenure-Track-Programm und FH-Personal sowie das 1.000-Köpfe-Plus-Programm.
Hintergrund
German Academic International Network
Das German Academic International Network (GAIN) ist das zentrale Netzwerk für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland. Seit 2003 fördert GAIN den Austausch mit deutschen Wissenschaftseinrichtungen, unterstützt Forscherinnen und Forschern bei der Rückkehr nach Deutschland und vertritt ihre Interessen gegenüber Politik und Wissenschaft. GAIN ist eine gemeinsame Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird gefördert durch das vom BMFTR.
1.000-Köpfe-Plus-Programm/Global Minds Initiative Germany
Mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm, auf Englisch Global Minds Initiative Germany, bietet die Bundesregierung Forscherinnen und Forschern aus aller Welt und allen Disziplinen attraktive Karriereperspektiven in Deutschland. Das Programm ist themenoffen und richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab der Promotion. Seit dem Start des Programms im Juli 2025 wurden bisher 401 Förderungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 51 Ländern bewilligt.
Das Programm wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit der AvH, der DFG und dem DAAD umgesetzt. Mit der Global Minds Initiative Germany setzt die Bundesregierung ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um und stärkt zugleich die Hightech Agenda Deutschland (HTAD), die von der Gewinnung akademischer Fachkräfte aus dem Ausland profitiert. Der Beitrag des Programms zu den Zukunftsfeldern der HTAD wird durch die Verteilung der Bewilligungen auf die Wissenschaftsbereiche deutlich: 35 Prozent Naturwissenschaften, 31 Prozent Lebenswissenschaften, 20 Prozent Ingenieurwissenschaften sowie 13 Prozent Geistes- und Sozialwissenschaften.
Weitere Informationen
Neue Technologien entwickeln: Hightech Agenda DeutschlandProgramm
1000-Köpfe-Plus
Global Minds Initiative
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