BZKF setzt Förderung fort: 980.000 Euro für Ausbau des Leuchtturmprojekts „Präklinische Modelle“ in Würzburg

Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) fördert den Würzburger Leuchtturm „Präklinische Modelle“ in einer zweiten Phase mit weiteren 980.000 Euro. In den kommenden zwei Jahren soll die Verfügbarkeit von Tumormodellen an allen sechs BZKF-Standorten durch den Zusammenschluss bestehender Datenbanken auf einer gemeinsamen Plattform erhöht werden.

Bereits in der ersten Förderperiode wurden unter Leitung von Prof. Dr. Nicolas Schlegel am Universitätsklinikum Würzburg zwei standortübergreifende Datenbanken für Organoid- und Tiermodelle verschiedener Tumorarten aufgebaut. Diese umfassen derzeit rund 150 humane Organoid-Modelle und knapp 40 Tiermodelle.

Die weitere Förderung dient der besseren Sichtbarkeit und Nutzbarkeit dieser Modelle sowie dem gezielten Ausbau von Strukturen zur Validierung neuer therapeutischer Zielstrukturen. Ziel ist es, translationale Forschung effizienter zu gestalten und Synergieeffekte zu nutzen – unter anderem durch die Reduktion von Tierversuchen gemäß dem 3R-Prinzip.

Ein zusätzlicher Fokus liegt auf dem Abbau bürokratischer Hürden: Standardisierte Protokolle und harmonisierte Genehmigungsprozesse sollen Forschenden den Zugang zu präklinischen Modellen erleichtern und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Klinik beschleunigen.

Die Initiative ist Teil der standortspezifischen Leuchtturmstrategie des BZKF, die auf dem Austausch von Expertise und Ressourcen basiert und eine hochwertige onkologische Versorgung in ganz Bayern unterstützt.

Weitere Informationen: www.bzkf.de/standortspezifische-leuchttürme