Der „4C Accelerator“ geht in die 11. Runde! Gründer:innen und Start-ups mit Produktideen aus den Bereichen Medizinprodukte, Software als Medizinprodukt und In-vitro-Diagnostik können sich noch bis zum 10. Februar 2026 für das international gefragte Ausbildungsprogramm für MedTech-Startups bewerben.
Zur Bewerbungsseite: https://mi-incubator.com/en/4c-accelerator/
Worum geht es?
Das Accelerator-Programm legt den Fokus auf die spezifischen Anforderungen, die MedTech-Startups auf ihrem Weg in den Markt erwarten – die sogenannten 4Cs – und wie diese smart miteinander vernetzt werden können.
- C1 | Commercialization: Wie generiere ich Umsätze im Gesundheitswesen?
Viele Interessensgruppen (z.B. Patient:innen, Ärzt:innen, Ärztekammern, Pflegeheime) und Marktbesonderheiten (z.B. Selbstzahlende, Erstattungsregeln der Krankenkassen, wie Selektivverträge) erschweren den Marktzugang und das Generieren von Umsätzen. - C2 | Certification: Wie erfolgt die Zulassung meines Produkts und meiner Firma?
Der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems für die Firmenzulassung (z.B. ISO 13485) und die Erstellung der technischen Dokumentation für die Produktzulassung (z.B. Medical Device Regulation, In-Vitro-Diagnostic Regulation) sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt. - C3 | Clinical Studies: Wie erbringe ich die nötigen Nachweise durch Erhebung klinischer Daten?
Nachweise über Sicherheit und Leistung sowie über den klinischen und/oder gesundheitsökonomischen Nutzen eines Produkts (z.B. ISO 14155) sind unerlässlich, aber auch kostspielig und zeitaufwändig für Startups. - C4 | Copyright: Wie kann ich Daten-/Schutzrechte für meinen Vorteil nutzen?
Schutzrechte (z.B. Patente) strategisch zu nutzen und zu pflegen ist wichtig für die Firmenbewertung, für Verhandlungen mit Kapitalgebern oder Lizenznehmern und für die Planung von Exit-Szenarien. Darüber hinaus stellen Datenschutzbestimmungen (DSGVO) und v.a. der Schutz personenbezogener Gesundheitsdaten Anforderungen an die Produktentwicklung und die präklinische und klinische Prüfung.
Wie ist das Programm aufgebaut?
- Teil 1 |4C Workshops veranstaltet durch die Stiftung für Medizininnovationen
Während 15 interaktiven Workshops mit Top-Expert:innen erhalten die Gründer:innen ein tiefes Verständnis der 4C-Themenbereiche und werden in der Methode „4C Business Modelling“ trainiert. - Teil 2 | 4C Coaching durch die Medical Innovations Incubator GmbH
Startups, die erfolgreich an den 4C Workshops teilgenommen haben, erhalten im Anschluss weitere 6 Monate individuelles Coaching. Dabei werden sie von den MII-Startup-Coaches bei der praktischen Umsetzung ihrer Meilensteine unterstützt.
Was ist das Ziel?
Durch den 4C Accelerator werden Gründer:innen befähigt, die 4Cs, deren Inhalte, Herausforderungen und Chancen zu vernetzen, um ein unternehmerisch erfolgreiches und regulatorisch plausibles Geschäftsmodell zu entwickeln und eine realistische Roadmap aufzustellen – sie werden "investor ready".
Wer kann teilnehmen?
Das Programm richtet sich an alle nationalen und internationalen Gründungsteams und Innovator:innen, die ihre innovativen, vorwettbewerblichen Produktideen innerhalb der folgenden Bereiche umsetzen möchten:
- Medizinprodukte (Apparate, Instrumente, Maschinen, Implantate)
- Software als Medizinprodukte
- In-vitro-Diagnostika (Labortests, Laborverfahren, Software)
Die Arbeitssprache ist Englisch.
Weitere Infos findet ihr hier: Bewerbungs- und Auswahlprozess
Weiterer Hinweis: Nächstes Close-Up
Am 27.01.2026 findet ein nächstes Close-Up statt. In dieser Webinarreihe diskutieren interne MII-Expert:innen mit erfahrenen Praktiker:innen aus fortgeschrittenen Startups oder etablierten Unternehmen praxisnahe Themen rund um eines der 4Cs - Commercialization, Certification, Clinical Studies oder Copyright. Speaker Dr. Carsten Mahrenholz, CEO and Co-Founder von Coldplasmatech wird Einblicke dazu geben, wie Medizintechnik-Startups in der Frühphase trotz eingeschränktem Marktzugang die Nachfrage vor der Zertifizierung validieren können.
Registration 4C Close-Up on Tue, 27.01.2026 | 11:00 a.m. – 12:00 p.m.
Das Programm wird durch Start-Up BW des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, die B. Braun Stiftung und die Hector Stiftung gefördert.
Einzelpersonen und Teams können sich bis zum 10. Februar 2026 auf der Website des MII bewerben: https://mi-incubator.com/en/4c-accelerator/