Bei der BayOConnect 2025 standen die Niederlande als offizielles Partnerland im Mittelpunkt – und nutzten diese Bühne mit Bravour. Mit Kreativität, Offenheit und klarer strategischer Zielsetzung setzte die niederländische Delegation ein Zeichen dafür, wie sich Länder und Regionen wirkungsvoll als Treiber europäischer Biotechnologie-Zusammenarbeit positionieren können.
Strategisches Networking im bayerischen Ambiente
Der Besuch der niederländischen Delegation begann bereits am Vorabend der Konferenz, am 30. Juni, mit einem informellen, aber äußerst effektiven Networking-Event. In traditioneller Atmosphäre eines bayerischen Biergartens kamen zentrale Akteure aus den Bereichen Regenerative Medizin, Tissue Engineering sowie Zell- und Gentherapie aus Bayern und den Niederlanden frühzeitig miteinander ins Gespräch. Diese entspannte Umgebung bot den idealen Rahmen, um erste Kontakte zu knüpfen und den fachlichen Austausch zu beginnen – noch vor dem offiziellen Konferenzstart.
Starke Präsenz mit Landesstand
Während der beiden Konferenztage war die niederländische Präsenz nicht zu übersehen: Mit einem auffälligen Landesstand in Orange sowie einer engagierten Delegation, die sich aktiv an Partnering-Gesprächen, Podiumsdiskussionen und Innovationspanels beteiligte, zeigten die Niederlande, wie professionelles Nation Branding gelingt. Das niederländische Life-Sciences-Ökosystem präsentierte sich stark – von translationaler Forschung über öffentlich-private Kooperationen bis hin zu strategischen Themen wie Advanced Therapies, Biotech-Infrastruktur und Gesundheitsdatenintegration.
Evening Impulse: Von RegMed XB bis Organ-on-a-Chip – wie die Niederlande europäische Innovation fördern
Ein inhaltliches Highlight war der Evening Impulse am ersten Konferenztag mit dem Titel:
"From Regenerative Medicine to Organ-on-a-Chip and Beyond: Connect with the Netherlands – Europe’s Life Sciences & Health Metropolis"
Drei führende Stimmen aus dem niederländischen Innovationsökosystem gaben spannende Einblicke:
- Sarah Jakob (Netherlands Innovation Network) gab einen anschaulichen und aufschlussreichen Überblick über die deutsch-niederländische Komplementarität in der Biotechnologie und stellte die neue niederländische Biotech-Strategie vor, die Investitionen in Höhe von 1,3 Mrd. EUR über den Nationalen Wachstumsfonds, einen Schwerpunkt auf Valorisierung und Konsortienbildung sowie regulatorische Instrumente wie Innovations-Sandboxen und regulierungsfreie Zonen umfasst.
- Bernard Mulder (RegMed XB) stellte das grenzüberschreitende niederländisch-belgische Modell für kooperative Forschung im Bereich der regenerativen Medizin vor und reflektierte, wie ein solches Modell auf deutsche und andere europäische Partner ausgeweitet werden könnte.
- Laura Windt (Health~Holland) stellte die Organ-on-a-Chip (OoC)-Agenda der Niederlande vor. Sie betonte die Rolle dieser Technologie bei der Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung und erläuterte die laufende nationale OoC-Initiative, die Forschung, Start-ups und Ingenieurwesen zusammenbringt und für eine internationale öffentlich-private Zusammenarbeit offen ist.
Von Sichtbarkeit zu Substanz: Ein Best-Practice für Partnerländer bei BayOConnect
Die niederländische Delegation setzte mit ihrer Beteiligung bei BayOConnect 2025 maßgebliche Impulse für andere Länder und Regionen, die ihre Sichtbarkeit und Wirkung im bayerischen Biotechnologie-Cluster stärken möchten. Erfolgsfaktoren waren unter anderem:
- Ein klarer thematischer Fokus auf regenerative Medizin und Organ-on-a-Chip – mit wissenschaftlicher Tiefe und Innovationsbezug
- Thought Leadership durch hochkarätige Speaker und Delegationsverantwortliche mit strategischem Weitblick und praxisnahen Impulsen
- Eine starke visuelle und kommunikative Identität – erkennbar am orangefarbenen Auftritt, aber vor allem an klaren, konsistenten Botschaften über beide Konferenztage hinweg
- Offenheit für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Co-Entwicklung, unterlegt mit konkreten Beispielen, Ausschreibungen und Kooperationsangeboten
Wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden für ihr Vertrauen, ihre Beiträge und ihre visionäre Haltung. Ihre Teilnahme war nicht nur präsent – sie war partnerschaftlich gestaltend für die Zukunft der europäischen Life-Sciences-Branche.
Interesse, Partnerland oder -region bei der BayOConnect 2026 zu werden?
Wir freuen uns auf Ihre Ideen und den Austausch.
Kontaktieren Sie dafür Ariane Doischer, doischer@bio-m.org.