Dr. Zoya Hadzhieva vom Lehrstuhl für Biomaterialien der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zählt zu den herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchstalenten in Bayern. Für ihre Dissertation wurde sie mit dem Absolventenpreis des Hightech-Preises Bayern ausgezeichnet. Sie Auszeichnung für Forschung, die Implantate sicherer macht
Der Preis würdigt exzellente Hochschulabschlüsse und Promotionen in den Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen und Universitäten und ist mit 2.000 Euro dotiert. Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit steht ein innovatives Beschichtungsverfahren, das die Verträglichkeit medizinischer Implantate verbessern soll.
Metallische Implantate spielen in der Orthopädie eine entscheidende Rolle, jedoch stellen bakterielle Infektionen und eine unzureichende Verbindung zwischen natürlichem Knochengewebe und Implantat weiterhin große Herausforderungen dar. Ein vielversprechender Ansatz zur Verbesserung der Implantatoberflächen ist die elektrophoretische Abscheidung (EPD).
Mit diesem Verfahren lassen sich antibakterielle und bioaktive Beschichtungen auf elektrisch leitfähigen Substraten bei Raumtemperatur herstellen. Im Rahmen ihrer Dissertation kombinierte Zoya Hadzhieva natürliche Komponenten wie Phytotherapeutika und Biopolymere sowie bioaktive Gläser gezielt, um multifunktionale Beschichtungssysteme zu entwickeln. Ihr Ergebnis: Die gezielte Variation der Materialzusammensetzung und des Schichtaufbaus ermöglicht die Anpassung der Beschichtungen an unterschiedliche biomedizinische Anforderungen und schafft die Grundlage für verbesserte Implantatoberflächen.
Bereits zum zweiten Mal zeichnete die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) wegweisende Forschung und bahnbrechende Innovationen aus. Die Hightech-Preise Bayern werden in drei Kategorien verliehen und würdigen vielversprechende Talente ebenso wie herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie sind Deutschlands höchstdotierte Technikpreise.