Das Münchner Digital-Health-Unternehmen Ebenbuild erhält 2,3 Millionen Euro aus dem EIC Accelerator Programm der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung seiner digitalen Lungenzwillings-Plattform. Darüber hinaus stellt der EIC-Fonds bis zu 10 Millionen Euro für zukünftige Eigenkapitalfinanzierungsrunden bereit. Mit dem Kapital will Ebenbuild seine Software Twinhale zur Marktreife bringen.
Ebenbuild, ein auf digitale Zwillinge der Lunge spezialisiertes Start-up mit Sitz in München, wurde vom <link https: eic.ec.europa.eu eic-funding-opportunities eic-accelerator_en>EIC Accelerator Programm für seine technologisch wegweisende Plattform ausgewählt. Die Gesamtförderung umfasst 2,3 Millionen Euro in Form eines nicht-verwässernden Zuschusses sowie bis zu 10 Millionen Euro aus dem EIC-Fonds für zukünftige Investitionsrunden.
Im Zentrum der Förderung steht Twinhale – die erste skalierbare Simulationssoftware für die patientenspezifische Vorhersage der Wirkstoffverteilung in der Lunge. Die Technologie ermöglicht es Pharma- und Medizintechnikunternehmen, Inhalationstherapien präzise digital zu simulieren. Ziel ist es, klinische Studien effizienter zu gestalten, Entwicklungsrisiken zu reduzieren und die Markteinführung innovativer Therapien zu beschleunigen.
Die Plattform wurde bereits in Pilotstudien mit PARI Pharma und Pieris Pharmaceuticals erprobt. In einer Validierungsstudie erzielte Twinhale eine besondere Vorhersagegenauigkeit der lokalen Medikamentenablagerung in der Lunge, was einen entscheidenden Vorteil gegenüber etablierten in vivo- und in vitro-Modellen darstellt.
Ebenbuild ist unter anderem durch den High-Tech Gründerfonds (HTGF), <link https: bayernkapital.de>Bayern Kapital und Business Angels finanziert. Das Unternehmen positioniert sich in einem stark wachsenden Markt für in silico Trials (über 5 Milliarden Euro) und strebt mittelfristig auch den Einstieg in die Segmente Clinical Decision Support Systems (CDSS) und personalisierte Medizin an – zusammen mit einem geschätzten Marktvolumen von über 300 Milliarden Euro bis 2030.
„Unsere Vision ist es, die führende Health-Intelligence-Plattform für Atemwegserkrankungen zu werden“, so Dr. Kei Müller, CEO und Mitgründer von Ebenbuild. Twinhale sei dabei erst der Anfang. Die zugrunde liegende Plattform solle künftig auch regulierte Produkte zur Beatmungsoptimierung und zum Management chronischer Lungenerkrankungen ermöglichen.
Langfristig verfolgt Ebenbuild eine Produktroadmap, die von präklinischen Simulationen bis hin zu klinischen Entscheidungshilfen reicht. Als nächstes Entwicklungsziel steht eine Software zur Optimierung der mechanischen Beatmung bei Patient:innen mit Lungenkomplikationen im Fokus – ein Markt mit einem Volumen von rund 10 Milliarden Euro und hohem medizinischen Bedarf.