Falling Walls Science Breakthrough of the Year 2026 geht an FAU-Forscher Georg Schett

Vizepräsident Research, Prof. Dr. Greorg Schett, Lehrstuhl für Innere Medizin III. (Bild: Simone Kessler/Uniklinikum Erlangen)

Die Forschung von Prof. Dr. Georg Schett von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhält die Auszeichnung des“Falling Walls Science Breakthrough of the Year 2026“ in der Kategorie Life Sciences. Seine Forschung zur Umprogrammierung des Immunsystems mittel CAR-T-Zelltherapie eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen. Davon sollen Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie Lupus, Sklerodermie, Myositis und Arthritis, aber auch andere schwere Erkrankungen wie entzündliche Darmerkrankungen und multiple Sklerose profitieren.

Die Forschung von Prof. Dr. Schett und seinem interdisziplinären Team in Erlangen überträgt einen Ansatz aus der Krebsmedizin auf Autoimmunerkrankungen: Mithilfe von CAR-T-Zellen werden krankheitsverursachende Zellen gezielt beseitigt. Dadurch soll das Immunsystem gewissermaßen auf „gesund“ umprogrammiert werden.

„Unsere Strategie ist nicht mehr die Suppression eines kranken Immunsystems, sondern die Erschaffung eines neuen gesunden Immunsystems. Damit werden Medikamente wie Kortison und andere Immunsuppressive nicht mehr gebraucht“, erklärt Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie am Uniklinikum Erlangen und Vizepräsident Research der FAU.

Die Arbeiten haben inzwischen internationale Bedeutung: Weltweit werden Studien mit CAR-T-Zellen bei Patientinnen und Patienten mit Autoimmunerkrankungen durchgeführt.

Aus internationalen Bewerbungen wählte eine Expertenrunde zunächst zehn Finalistinnen und Finalisten in der Kategorie Life Sciences aus. Anschließend kürte die Jury Schetts Forschung zum Science Breakthrough of the Year 2026 in den Life Sciences.

Unter dem Titel „Breaking the Wall of Autoimmune Diseases“ wird Schett seinen wissenschaftlichen Durchbruch beim Falling Walls Science Summit in Berlin vorstellen. Am 9. November präsentieren dort die Gewinnerinnen und Gewinner ihre Forschung.

Der Falling Walls Science Summit bringt jährlich Forschende und Innovatoren aus aller Welt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Which are the next walls to fall?“