m4 Award-Gewinner smartbax erweitert Finanzierung auf 6,3 Mio. Euro für Antibiotika-Entwicklung gegen multiresistente Keime

Der Münchner m4 Award-Gewinner smartbax hat seine Pre-Series-A-Finanzierungsrunde erfolgreich auf insgesamt EUR 6,3 Millionen erweitert. Mit dem zusätzlichen Kapital will das Biotech-Unternehmen sein führendes Antibiotika-Programm bis zur Einreichung eines Investigational New Drug (IND)-Antrags weiterentwickeln und zugleich seine proprietäre Pipeline innovativer Wirkstoffkandidaten gegen multiresistente Bakterien ausbauen.

Nach dem ersten Closing der Finanzierungsrunde über EUR 4,7 Millionen im vergangenen Jahr hat smartbax nun weitere Mittel von einem Frankfurter Single Family Office eingeworben. Damit erhöht sich das Gesamtvolumen der Pre-Series-A-Finanzierung auf ERU 6,3 Millionen. Neben dem neuen Investor wird smartbax von einem starken Investorenkonsortium unterstützt, bestehend aus Anobis Asset, Bayern Kapital, dem Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), dem HTGF – High-Tech Gründerfonds sowie UnternehmerTUM Funding for Innovators.

Leitprogramm auf dem Weg in die Klinik

Mit den zusätzlichen Mitteln will smartbax sein am weitesten fortgeschrittenes Antibiotika-Programm bis zur IND-Einreichung weiterentwickeln. Der Wirkstoffkandidat, der kürzlich von AiCuris einlizenziert wurde, adressiert einen bislang therapeutisch nicht genutzten Schritt in der Biosynthese von Lipopolysacchariden (LPS), einem zentralen Bestandteil der äußeren Membran gramnegativer Bakterien.

Das Programm hat bereits einen In-vivo-Wirksamkeitsnachweis erbracht, darunter gegen multiresistente Erreger, und zeigt zudem Potenzial für eine orale Anwendung. Die Finanzierung ermöglicht nun den Abschluss der präklinischen Entwicklung und den Übergang in die klinische Vorbereitung.

Parallel dazu entwickelt smartbax seine proprietäre Pipeline niedermolekularer Antibiotika weiter. Dazu zählen zwei Programme, die bakterielle Hydrolasen aktivieren und dadurch einen neuartigen Mechanismus der bakteriellen Selbstverdauung auslösen. Die Wirkstoffkandidaten richten sich gegen grampositive und gramnegative Erreger und konnten bislang vielversprechende Wirkstoffeigenschaften, eine Wirksamkeit gegen Biofilme sowie keine beobachtete Resistenzentwicklung zeigen.

Dr. Robert Macsics, CEO von smartbax, sagte: „Mit dem zweiten Closing verfügen wir über die notwendigen Mittel, um unser Leitprogramm bis zur Einreichung des IND-Antrags voranzubringen, was einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung unserer Pipeline darstellen wird. Gleichzeitig investieren wir weiter in unsere proprietären enzymatischen Aktivatoren, die einen grundlegend neuen Ansatz zur Bekämpfung bakterieller Infektionen darstellen. Gemeinsam unterstützen diese Programme unsere Mission, der wachsenden Herausforderung antimikrobieller Resistenzen zu begegnen.“

Erfolgreiche Entwicklung aus dem m4 Award

Die Innovationen von smartbax haben ihren Ursprung an der Technischen Universität München. Das Start-up wurde 2021 von Dr. Robert Macsics, Marco Janezic und Prof. Dr. Stephan Sieber gegründet und durch eine erste Anschubfinanzierung in Höhe von EUR 700.000 durch den BIVF unterstützt. Die wissenschaftlichen Grundlagen des Unternehmens beruhen auf den Forschungsergebnissen der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sieber. Sein Projekt aBacter wurde 2021 mit dem m4 Award ausgezeichnet, der alle zwei Jahre vom Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit ERU 2,5 Mio. gefördert und von BioM koordiniert wird..