Merck Future Insight Prize 2026 für Vasilis Ntziachristos, Gründer des TUM- und Helmholtz Munich-Spin-offs Spear

© Helmholtz Munich /TUM

Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Mitgründer von Spear, einem Spin-off von Helmholtz Munich und der Technical University of Munich, wurde mit dem Merck Future Insight Prize 2026 ausgezeichnet. Der Preis würdigt seine wegweisenden Beiträge im Bereich der nicht-invasiven Gesundheitsmessung und zeichnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, deren Arbeit das Potenzial hat, transformative Innovationen für die Menschheit zu ermöglichen. Der seit 2018 jährlich vergebene Future Insight Prize unterstützt visionäre wissenschaftliche Leistungen mit langfristiger gesellschaftlicher Wirkung.

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat den Future Insight Prize 2026 an Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos verliehen. Der Preis ist mit einem Forschungsgrant in Höhe von 300.000 Euro dotiert und würdigt seine Pionierarbeit zur nicht-invasiven und kontinuierlichen Überwachung biologischer Prozesse im menschlichen Körper. Ntziachristos ist Direktor des Institute of Biological and Medical Imaging (IBMI) und Direktor für Bioengineering bei Helmholtz Munich, Inhaber des Lehrstuhls für Biological Imaging an der Technischen Universität München sowie Mitgründer von Spear.

Ausgezeichnet wurde Ntziachristos für seine wegweisende Forschung im Bereich der optoakustischen Bildgebung, einer Technologie, die Licht und Schall kombiniert, um biologische Prozesse tief im lebenden Gewebe sichtbar zu machen. Seine Forschung hat die biomedizinische Bildgebung grundlegend vorangebracht, indem sie optoakustische Technologien eingeführt hat, die Gewebestrukturen und -funktionen mit bislang unerreichter Auflösung und Eindringtiefe darstellen können.

Im Gegensatz zu konventionellen optischen Messverfahren ermöglichen optoakustische Ansätze die direkte Messung biologischer Signale wie Mikrozirkulation, Sauerstoffversorgung und Stoffwechselaktivität. Dadurch wird eine grundlegende Einschränkung bisheriger Messmethoden überwunden, indem zahlreiche biologische Prozesse, die Gesundheit und Krankheit bestimmen, nicht-invasiv beobachtet werden können. Durch die Übertragung dieser Fortschritte in Sensortechnologien soll die ausgezeichnete Forschung eine neue Generation von Gesundheitssystemen ermöglichen, die mehrere Biomarker gleichzeitig und kontinuierlich erfassen können.

„Mit der diesjährigen Preisvergabe an Vasilis Ntziachristos wollen wir einen Wissenschaftler würdigen, der einen gänzlich neuen Ansatz zur Messung von Gesundheitsindikatoren vorangetrieben hat. Mit seiner Pionierarbeit verbindet er Licht und Schall auf einzigartige Weise und schlägt damit ein neues Kapitel im Bereich der Möglichkeiten der Sensorik auf, die seit langem auf eine Grenzverschiebung wartet,“ kommentierte Kai Beckmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Group CEO von Merck. „Dieser Ansatz wird unser Verständnis der biologischen Vorgänge im menschlichen Körper maßgeblich erweitern und uns potenziell ermöglichen, frühe Stoffwechselveränderungen bereits vor dem Auftreten von Symptomen zu erkennen. Bei Merck verfolgen wir dieselbe Zielsetzung - Wissenschaft und Technologie auf bislang beispiellose Weise zu verknüpfen, um neue Anwendungen für die Praxis zu entwickeln.“ 

„Mein Dank gilt dem Unternehmen für die Unterstützung, die Merck unserer bahnbrechenden Forschung zukommen lässt,“ sagte Vasilis Ntziachristos. „Seit jeher verfolgen wir das Ziel, biologische Prozesse auf bislang nicht realisierbare Weise zu untersuchen. Indem wir die Sensitivität, Qualität und Dimensionalität von nicht-invasiven Messverfahren erweitern, wollen wir eine frühzeitigere Erkennung von Krankheiten sowie wirksamere Therapien und bessere Behandlungsergebnisse für die Patienten möglich machen.“

Der Future Insight Prize wird seit 2018 jährlich von Merck verliehen. Er zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, deren Arbeit das Potenzial besitzt, bahnbrechende Innovationen für die Menschheit zu ermöglichen, und unterstützt Forschung, die ambitionierte wissenschaftliche Ziele mit langfristiger gesellschaftlicher Wirkung verfolgt.