Münchener Businessplan Wettbewerb 2026: 5 Start-ups aus Gesundheit und Biotechnologie unter den Gewinner der Phase 1

© BayStartUP GmbH / Andreas Gebert

Zehn Startups überzeugen in Phase 1 beim Münchener Businessplan Wettbewerb von BayStartUP darunter 5 Start-ups aus den Bereichen Biotechnologie, Krebsdiagnostik und RNA-Therapien. Mit weiteren 5 Siegern auf dem Vormarsch: Innovationen bei Robotik-Trainingsdaten und Quantennavigation und neuen Lösungen für erneuerbare Wärme. Eine Rekordzahl von über 200 Startups hatten sich mit ihren Geschäftsideen für die erste Phase des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2026 beworben. 

Das Gründer- und Investorennetzwerk BayStartUP prämierte zehn Tech-Startups aus über 200 Einreichungen in der ersten von drei Phasen des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2025. Die Teams, die die Jury mit ihren Geschäftskonzepten besonders überzeugen konnten, decken ein breites Technologiespektrum ab – Krebsdiagnostik und RNA-Therapien über Robotik-Trainingsdaten und Quantennavigation bis hin zu neuen Lösungen für erneuerbare Wärme.

Im Bereich Gesundheit und Biotechnologie konnten die Start-ups dehaze, ExoSphere, GeneCare, evoVect und RNhale mit vielversprechenden Innovationen und neuen Ansätzen für Diagnose und Therapie überzeugen:

  • dehaze entwickelt KI-basierte digitale Zwillinge, die chronische Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen sollen. Die Plattform analysiert fragmentierte medizinische Daten – darunter Arztberichte und genetische Informationen – und erstellt daraus individuelle Risikoprofile. Ziel ist es, Krankheiten früher zu erkennen und Behandlungen besser zu planen.
  • Auch ExoSphere arbeitet an früher Diagnostik. Das Startup entwickelt ein kompaktes System, das Krebsmarker im Blut besonders früh erkennen kann. Selbst kleinste Konzentrationen relevanter Eiweiße sollen zuverlässig nachweisbar sein.
  • Das Startup GeneCare setzt auf digitale Infrastruktur für genetische Diagnostik. Die Plattform organisiert genetische Tests von der Bestellung über die Probenlogistik bis zur strukturierten Ergebnisdarstellung. So sollen genetische Informationen einfacher für medizinische Entscheidungen nutzbar werden.
  • evoVect adressiert zentrale Herausforderungen moderner Biotechnologie: Wirkstoffe effizient in den Körper zu bringen und Therapien einfacher verfügbar zu machen. Das Start-up entwickelt neuartige Transporttechnologien für Gen- und RNA-Therapien.
  • Diesem Ansatz hat sich auch Start-up RNhale aus München verschrieben: Der MAxL-Mieter arbeitet an inhalierbaren RNA-Medikamenten für chronische Lungenerkrankungen.

DeepTech: Robotik, Quantentechnologie und digitale Sicherheit

Auch DeepTech-Innovationen spielen unter den Gewinnern eine große Rolle.

  • Das Startup QOODA arbeitet an Navigationssystemen, die ohne GPS funktionieren. 
  • FORMOVE widmet sich einem zentralen Problem moderner Robotik: Trainingsdaten. 
  • Mit Helmit wurde außerdem ein Startup ausgezeichnet, deren KI-Software Risiken wie Cybermobbing oder Grooming auf Social Media erkennt.

Energie und industrielle Innovation

Auch Lösungen für Energie und Produktion gehören zu den Gewinnern.

  • windfire verfolgt einen neuen Ansatz für erneuerbare Energie: Windkraftanlagen wandeln Windenergie direkt in Wärme um. Diese Wärme kann unmittelbar in Wärmenetze eingespeist werden und entlastet so Stromnetze.
  • Die micro factory 3DSolutions GmbH automatisiert den gesamten 3D-Druckprozess für medizinische Anwendungen.

Wettbewerb bietet wertvolle Unterstützung für Gründerteams 

Den Businessplan zu entwickeln und nach betriebswirtschaftlichen Kriterien auszuarbeiten, ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines Unternehmens, gerade für Startups, die schnell am Markt durchstarten wollen. Der Wettbewerb unterstützt Tech-Startups mit praxisnahem Feedback und Zugang zu einem starken Netzwerk aus Unternehmern und Investoren. Die Zehn Teams, u.a. aus Robotik, Materialwissenschaft, Verteidigung und Erneuerbare Energien erhalten Expertenfeedback und Preisgelder. 

Seit rund 30 Jahren begleitet der Münchener Businessplan Wettbewerb Gründerteams beim Aufbau erfolgreicher Unternehmen. Teilnehmende erhalten detailliertes Feedback von Unternehmern, Investoren und Branchenexperten. Der Wettbewerb ist in drei Phasen aufgebaut, in denen Startups ihr Geschäftsmodell Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Als Nächstes startet Phase 2, in der Marketing- und Vertriebsstrategien im Mittelpunkt stehen.

Eine vollständige Liste der 23 nominierten Startups finden Sie hier.