Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Siegerentwurf für den neuen Campus der Max-Planck-Institute für Biochemie und für biologische Intelligenz in Martinsried vorgestellt. Der Freistaat Bayern fördert das Bauprojekt mit bis zu 500 Millionen Euro. Der Neubau soll moderne Rahmenbedingungen für die Forschung schaffen und die Weiterentwicklung des Life-Science-Standorts Martinsried unterstützen.
Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Generalplaner für den neuen Campus der Max-Planck-Institute für Biochemie und für biologische Intelligenz in Martinsried ausgewählt. Der Entwurf des Stuttgarter Büros h4a Gessert + Randecker Architekten setzte sich in einem mehrstufigen Planungswettbewerb durch und bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Campus.
Die bestehenden Institutsgebäude sind seit mehr als 50 Jahren in Betrieb und entsprechen den Anforderungen moderner Forschungsinfrastrukturen zunehmend nicht mehr. Der neue Campus soll deshalb zeitgemäße Forschungs-, Verwaltungs- und Infrastrukturgebäude schaffen. Vorgesehen sind unter anderem ein zentrales Hauptgebäude, ein Campuspark sowie eine umlaufende Verbindung der Gebäude, der sogenannte „Loop“. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, sodass der Forschungsbetrieb während der Bauzeit fortgeführt werden kann.
Der Campus entsteht in einem Umfeld, das international anerkannte Forschungseinrichtungen, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) das LMU Klinikum Großhadern, das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) und BioM mit seinem Start-up Inkubator MAxL sowie zahlreiche Biotech-Unternehmen und Start-ups verbindet. Die neue Forschungsinfrastruktur soll dazu beitragen, die Attraktivität des Standorts für exzellente Forschung und Innovation langfristig zu sichern.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte: „Hier entsteht einer der bedeutendsten Life-Science-Standorte Europas von einer der weltweit führenden Forschungseinrichtungen. Der Campus wird ein Zentrum für Forschung, Entwicklung und Talente.“
Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Patrick Cramer, betonte die besondere Stärke des Standorts: „In Martinsried kommen exzellente Forschung, Universitätsmedizin, etablierte Unternehmen, Start-ups und ein internationales Umfeld zusammen. Mit dem Beginn des neuen KI-Zeitalters der Life Sciences wollen unsere Institute diese Entwicklung auch weiterhin mitgestalten und wissenschaftliche Spitzenforschung erbringen können.“
Die im Rahmen des Planungswettbewerbs eingereichten Entwürfe werden bis Oktober 2026 in einer Ausstellung an den Max-Planck-Instituten in Martinsried präsentiert.