Die Bundesregierung will die Pharmaforschung und -produktion nach Deutschland zurückzuholen und die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten zu reduzieren. Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium nun den Referentenentwurf zum Medizinforschungsgesetz vorgelegt.
Deutschland sei in der Grundlagenforschung nach wie vor stark, hinke jedoch in Bezug auf Patente und Produktionsansiedlungen hinter Ländern wie Großbritannien und den USA her, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Mit einem Bündel an Maßnahmen, insbesondere durch das neue Medizinforschungsgesetz, zielt die Regierung darauf ab, die Wertschöpfung im Pharmasektor um acht Milliarden Euro jährlich zu erhöhen.
Trotz seiner Position als viergrößter Pharmamarkt weltweit, hat Deutschland einen Rückgang der inländischen Wirkstoffproduktion erlebt, während Importe aus Asien zugenommen haben. Die Regierung plant daher, neben gesetzlichen Änderungen auch Anreize für die Ansiedlung von Produktionen in der EU zu schaffen, um die Abhängigkeit von Nicht-EU-Ländern zu reduzieren.
Vereinfachte zentrale Studienanträge