RNATICS erhält 2,7 Millionen Euro BMFTR-Förderung für die weitere klinische Entwicklung von RCS-21

Das Münchener Start-up RNATICS erhält vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine Förderung in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Die Mittel ermöglichen der RNATICS den Schritt in die klinische Entwicklung von RCS-21 zu gehen. RCS-21 soll als first-in-class inhalierbares RNA-Therapeutikum gegen schwere entzündlich-fibrotische Lungenerkrankungen entwickelt werden.

RNATICS entwickelt gezielte Nukleinsäuretherapien gegen krankheitsverursachende RNAs in Makrophagen. Die proprietäre Technologie basiert auf einer innovativen Kohlenhydratkopplungs-Technologie, die es ermöglicht, RNA-Therapeutika gezielt an Lungenmakrophagen zu transportieren. Dieser Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung verschiedener entzündlicher Lungenerkrankungen.

RCS-21 wird über einen speziellen Zuckerliganden gezielt in Lungenmakrophagen aufgenommen und blockiert dort microRNA-21 – einen zentralen Treiber pathologischer Entzündung und Fibrose. Ziel ist die Behandlung einer idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) und anderen fibrotischen Lungenerkrankungen, für die es bisher nur unzureichende Behandlungsoptionen gibt.

„Diese Förderung ist ein entscheidender Schritt vorwärts. Es erlaubt die Validierung unser Makrophagen-spezifisches Targeting und bringt RCS-21 näher an den klinischen Proof-of-Concept für Patienten mit schwerer Lungenfibrose“, erläutert Prof. Dr. Stefan Engelhardt, CSO & Mitgründer.

„Starke Bestätigung durch das BMFTR. Diese Mittel ermöglichen zentrale klinische Entwicklungsschritte von RCS-21, um das therapeutische Potenzial einer zielgerichteten RNA-Therapie bei entzündlich-fibrotischen Erkrankungen zu evaluieren“, ergänzt CEO und Mitgründer Dr. Thomas Frischmuth

„RNATICS’ zell-spezifisches Targeting von Makrophagen ist bahnbrechend für RNA-Therapien in der Lunge. Ich freue mich, diesen innovativen Ansatz strategisch mit voranzutreiben“, so Prof. Dr. Thomas Thum, Board Member von RNATICS.

„RCS-21 adressiert einen zentralen molekularen Treiber entzündlich-fibrotischer Prozesse. Damit eröffnet RCS-21 eine vielversprechende neue Behandlungsoption für Patient:innen mit schwerer Lungenfibrose“, sagt Prof. Dr. Klaus Rabe, CMO und Mitgründer.

Dr. Christina Beck, Projektleiterin der klinischen Entwicklung, freut sich über die Unterstützung des BMFTR: „Diese Förderung ermöglicht es uns, die klinische Entwicklung von RCS-21 entscheidend voranzutreiben. Dass dieser innovative Wirkstoffkandidat den Schritt in die Klinik macht, ist ein wichtiger Meilenstein für die Translation unserer Forschung“.

RNATICS wurde 2021 als Spin-off des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Technischen Universität München (TUM) gegründet, um die RNA-Therapie auf Organe auszuweiten, die bisher für RNA-Therapeutika nicht zugänglich waren. Die zugrunde liegende Technologie basiert auf mehr als 15 Jahren Forschung im Bereich der RNA-Therapie und Nukleinsäurechemie. Das Start-up war von 2024 bis 2025 Teil des BioM Start-up Inkubators „Munich Accelerator Life Sciences & Medicine“ (MAxL) in Martinsried.