Science4Life zeichnet Münchener MedTech-Start-ups CAELIA Health und RNhale aus

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Der Start-up-Wettbewerb Science4Life hat in der Konzeptphase 2026 sechs junge Unternehmen für besonders innovative Geschäftsideen prämiert. Unter 91 Einreichungen aus Life Sciences, Chemie und Energie setzten sich Projekte durch, die konkrete Lösungen für medizinische Herausforderungen und die Energiewende entwickeln. Besonders erfolgreich waren dabei zwei Teams aus dem Raum München.

Das Münchner Start-up CAELIA Health arbeitet an einer neuen datenbasierten Herangehensweise in der Atemwegsmedizin. Das Unternehmen entwickelt ein intelligentes Spacer-System, das die Inhalation bei Asthma- oder COPD-Patientinnen und -Patienten erstmals mit jedem Atemzug messbar macht. Sensorik, App und Analyse werden dabei kombiniert, sodass Therapien kontinuierlich ausgewertet und individuell angepasst werden können. Ziel ist eine personalisierte Behandlung, die Symptome besser kontrollierbar macht und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde RNhale aus Planegg bei Martinsried. Das Team entwickelt inhalierbare RNA-Arzneimittel für schwere Atemwegserkrankungen wie COPD. Die Technologie ermöglicht es, RNA als stabiles Trockenpulver zu formulieren, das ohne Kühlkette bei Raumtemperatur gelagert werden kann. Dadurch lassen sich Herstellung, Transport und Anwendung deutlich vereinfachen und innovative Therapien schneller für Patientinnen und Patienten verfügbar machen. Seit 2024 ist das Start-up im Munich Accelerator for LifeSciences & Medicine (MAxL) ansässig.

Neben den beiden Teams aus dem Münchner Raum wurden auch weitere Start-ups aus Deutschland prämiert: BiObservR aus Freiburg entwickelt Plattformlösungen für regulatorisch konforme Risikoanalysen in der Genomeditierung. InnoZell aus Konstanz arbeitet an einem zellbasierten Bio-Detektor, der Kontaminationen in Medikamenten und Medizinprodukten frühzeitig erkennt und Tierversuche ersetzen kann. Das Braunschweiger Team PROTON entwickelt neue Wirkstoffe gegen Staphylococcus aureus, bei denen das Risiko von Antibiotikaresistenzen reduziert werden soll.

Den Science4Life Energy Award erhielt das Start-up heatbrAIn aus Bergisch Gladbach, das mithilfe von KI und Datenmodellen den Wärmebedarf von Gebäuden analysiert und so die Planung nachhaltiger Wärmelösungen unterstützen will.

Mit der Prämierung startet der Wettbewerb nun in die Businessplanphase. Start-ups können ihre Businesspläne noch bis zum 13. April 2026 einreichen.