Roche begeht feierliche Einweihung des neuen Diagnostik-Innovationszentrums „LEAP“ in Penzberg

Außenansicht des neuen Roche Diagnostik-Innovationszentrums in Penzberg: Rund 300 Millionen Euro investierte das Unternehmen in den Hightech-Neubau für die Diagnostikforschung und -entwicklung. Künftig arbeiten dort rund 1.000 der insgesamt mehr als 7.700 Mitarbeitenden am Standort. © Roche

Nach rund vierjähriger Bauzeit ist in Penzberg ein neues Diagnostik-Innovationszentrum entstanden – ein modernes, nachhaltiges Gebäude, in das Roche rund 300 Millionen Euro investiert hat. Unter dem internen Namen „LEAP“ (engl. Sprung) steht der Neubau sinnbildlich für den Aufbruch in eine neue Ära exzellenter, automatisierter und digitalisierter Laborarbeit. Künftig werden hier rund 1.000 Mitarbeitende aus Forschung und Entwicklung zusammenkommen und mit modernster Hightech-Infrastruktur an neuen diagnostischen Tests und Einsatzstoffen arbeiten.

In Anwesenheit von Ministerpräsident Markus Söder, Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär, Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, sowie der Geschäftsführung der deutschen Standorte von Roche wurde das Innovationszentrum am 12. Februar 2026 offiziell eingeweiht.

Mit dem rund 23.000 Quadratmeter großen Neubau eröffnet Roche in Penzberg eines der modernsten Entwicklungszentren für Diagnostika weltweit. Der Hightech-Bau ist Teil einer langfristigen Investitionsagenda: Seit 2020 flossen mehr als 3,5 Milliarden Euro in die deutschen Roche-Standorte, davon rund die Hälfte nach Penzberg. Insgesamt finden künftig gut 1.000 der rund 7.700 Mitarbeitenden am Standort auf einer Fläche von drei Fußballfeldern eine neue Heimat für die Diagnostikforschung und -entwicklung. Roche arbeitet hier an hochinnovativen In-vitro-Diagnostika für Neurologie – etwa Alzheimer und Multiple Sklerose –, Herz-Kreislauf- und Infektionskrankheiten sowie an spezifischen Testverfahren für die personalisierte Medizin.

Dank intelligenter Vernetzung, vollautomatisierter Prozesse und hochmoderner Robotik wird die Entwicklungszeit zentraler Schritte der Testentwicklung um 30 Prozent reduziert. „Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagt Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe. „Indem wir Forschungsideen schneller in die Marktreife überführen, stärken wir gezielt die Wettbewerbsfähigkeit Europas und leisten einen wichtigen Beitrag zur resilienten Gesundheitsversorgung in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld.“

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister, betonte: „Das neue Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg steht für den Sprung in die Zukunft der Diagnostik: Forschung, Fortschritt und Verantwortung aus Deutschland für Patienten weltweit.“ Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, hob hervor, dass Diagnostik der Ausgangspunkt der modernen Medizin sei und mit dem neuen Zentrum ein starkes Signal für Innovations- und Gesundheitsstandort Deutschland gesetzt werde.

Mit dem Neubau setzt Roche seine strategische Investitionsagenda fort und unterstützt die Ziele der Hightech-Agenda des Bundes. In der letzten Dekade investierte das Unternehmen jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro in Deutschland. Diagnostik spielt dabei eine zentrale Rolle: Rund 70 Prozent aller medizinischen Entscheidungen basieren auf diagnostischen Ergebnissen, während nur etwa drei Prozent der Gesundheitsausgaben in diesen Bereich fließen. Eine frühe Diagnose gilt als entscheidender Hebel, um Heilungschancen zu verbessern und Folgekosten zu senken.

Neue Effizienz in der Labor-Landschaft: Proben per Knopfdruck
Im vollständig digitalisierten Neubau, der im Juni 2026 komplett in Betrieb geht, wurden rund 630 Kilometer Datenkabel verlegt und mehr als 4.400 Sensoren installiert. Herzstück ist der vollautomatisierte „Cube“ mit Platz für 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius. Automatisierte Transportsysteme, digitale Gerätesteuerung und Hochdurchsatz-Pipettiersysteme beschleunigen Entwicklungsprozesse und erhöhen die Qualität.

Auch architektonisch setzt Roche auf neue Konzepte: Prozessbasierte Laborwelten fördern die fachübergreifende Zusammenarbeit, ergänzt durch ein tätigkeitsbasiertes Bürokonzept mit offenen Strukturen.

Beim Thema Nachhaltigkeit wird der Energiebedarf gegenüber früheren Labor-Generationen um rund 70 Prozent reduziert. Ein intelligentes Energiemanagement, die Nutzung bestehender Versorgungssysteme, ein Niedertemperaturnetzwerk aus Abwärme sowie eine Photovoltaikanlage mit 130 Kilowatt-Peak ermöglichen einen CO₂-freien Betrieb. Damit unterstützt das Zentrum die globalen Nachhaltigkeitsziele von Roche, bis 2045 vollständig klimaneutral zu werden.