Die aktuelle EY Digital Health Studie 2025 beleuchtet, wie gesetzlich Versicherte in Deutschland die Rolle ihrer Krankenkasse im digitalen Gesundheitswesen wahrnehmen. Für die Erhebung wurden im Mai 2025 rund 1.000 Personen repräsentativ befragt.
Zentrale Erkenntnis der Studie des Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY: Die Erwartungen an Krankenkassen, als Lotsen im komplexen Gesundheitssystem zu agieren, steigen – gleichzeitig nimmt die Zufriedenheit mit der tatsächlichen Umsetzung ab. Digitale Services rücken dabei verstärkt in den Fokus.
So wünschen sich Versicherte integrierte Kommunikationslösungen und sehen die Krankenkasse zunehmend als wichtige Informationsquelle. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird differenziert bewertet: Persönlicher Kontakt bleibt wichtig, jedoch besteht eine klare Erwartung an eine hohe Erreichbarkeit und geringe Wartezeiten – hier kann KI unterstützend wirken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem TI-Messenger, dessen Nutzung trotz begrenzter Erfahrung auf große Offenheit stößt. Voraussetzung für seinen Erfolg ist jedoch eine umfassende Beteiligung der Leistungserbringer und der Ausbau der technischen Infrastruktur.
Nicht zuletzt zeigt sich, dass viele digitale Angebote der Kassen kaum bekannt oder genutzt sind. Personalisierte Gesundheitsleistungen, ein starker Fokus auf Prävention sowie eine zentrale App für digitale Services gelten als mögliche Ansätze, um die digitale Gesundheitsversorgung effektiv weiterzuentwickeln.