Das Würzburger Biotechnologie-Unternehmen T-CURX, das auf die Entwicklung nicht-viraler, transposonbasierter CAR-T-Zelltherapien spezialisiert ist, übernimmt Pantherna Therapeutics. Das deutsche Biotech-Unternehmen Pantherna verfügt über Expertise im Bereich mRNA-Engineering und Lipid-Nanopartikel-(LNP)-Technologien. Mit der Unterzeichnung einer endgültigen Vereinbarung bündeln beide Unternehmen ihre komplementären Technologieplattformen und Kompetenzen. Ziel ist es, die klinische Umsetzung von T-CURX‘ nicht-viralen In-vivo-CAR-T-Therapien voranzutreiben.
Pantherna Therapeutics wird als hundertprozentige Tochtergesellschaft unter seinem bisherigen Namen weitergeführt. Durch den Zusammenschluss vereint T-CURX als erstes europäisches Biotech-Unternehmen proprietäre CAR-T- und LNP-Technologien unter einem Dach. Ziel ist es, die Integration zentraler Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Entdeckung bis zur klinischen Entwicklung von CAR-T-Produkten zu ermöglichen.
T-CURX mit Hauptsitz in Würzburg und einem weiteren Standort in München verfügt über proprietäre Technologien sowie Erfahrung bei der klinischen Umsetzung von CAR-T-Therapien für neuartige und differenzierte Zielstrukturen. Das Unternehmen wird von privaten Investoren und einem internationalen Konsortium führender Biotech-Investoren unter Führung von Swiss BiomedVC unterstützt und schloss Ende 2025 eine Serie-A-Finanzierungsrunde über 20,5 Millionen US-Dollar ab.
Pantherna wurde bislang von privaten Investoren sowie dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert. Diese werden im Zuge der Transaktion neue Aktionäre von T-CURX. Über die finanziellen Details der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart.
„Mit dieser Übernahme bringen wir zwei sich hervorragend ergänzende Technologieplattformen und Teams zusammen. Wir machen einen entscheidenden Schritt nach vorne, um die klinische Entwicklung von differenzierten in vivo CAR-T-Therapien der nächsten Generation zu beschleunigen“, sagt Ulf Grawunder, CEO und Mitgründer von T-CURX. Die Kombination der klinischen Erfahrung von T-CURX bei nicht-viralen CAR-T-Therapien mit den proprietären mRNA- und LNP-basierten Verabreichungstechnologien von Pantherna ermögliche einen effizienten Ansatz zur Entwicklung differenzierter in vivo CAR-T-Therapien für die Krebsbehandlung und weitere Indikationen.
Auch Pantherna-CEO Ansgar Santel sieht in dem Schritt eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Zusammenarbeit. Die Integration eröffne die Möglichkeit, sowohl stabile als auch transiente Zell-Engineering-Strategien auf Basis eigener Plattformen zu verfolgen. Dadurch entstehe eine besondere Position, um Innovationen im Bereich CAR-T-Therapien und insbesondere In-vivo-CAR-T-Ansätze für ein breites Spektrum therapeutischer Anwendungen voranzutreiben.
Nach Abschluss der Übernahme wird die Unternehmensgruppe insgesamt 35 Mitarbeiter beschäftigen. Zudem verwaltet sie künftig ein gemeinsames Portfolio von 16 Patentfamilien, die die kombinierten Technologien und Vermögenswerte beider Unternehmen schützen.