Zwei neue Zentren für die Infektionsforschung in Bayern eröffnet

Das Zentrum für Infektionsprävention (ZIP) steht am Campus Freising-Weihenstephan und ist Teil der TUM School of Life Sciences. Unter Leitung des wissenschaftlichen Direktors Dietmar Zehn wird hier unter anderem zu multiresistenten Keimen geforscht. © Astrid Eckert / TUM

Mit der feierlichen Einweihung des Zentrums für Infektionsprävention (ZIP) in Freising-Weihenstephan und der Eröffnung des Bayerischen Zentrums für präventive Infektionsmedizin (BZI) in Würzburg baut Bayern seine Expertise in der Erforschung, Früherkennung und Eindämmung von Infektionskrankheiten weiter aus.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder eröffnete am 18. Mai gemeinsam mit Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann in einem feierlichen Festakt das neue Zentrum für Infektionsprävention (ZIP) am Campus Freising-Weihenstephan. Mit dem ZIP vereint die Technische Universität München interdisziplinäre Kompetenzen aus Immunbiologie, Infektionsmedizin, Proteomik und Tierwissenschaften, um neue Präventionsstrategien gegen Infektionserreger bei Mensch und Tier zu entwickeln. Im Fokus der innovativen Forschung stehen insbesondere multiresistente Erreger und Pathogene mit Pandemiepotenzial. Das Zentrum ist eingebettet in die TUM School of Life Sciences und deren One-Health-Strategie am Campus Weihenstephan. 

Einige Tage vorher eröffnete der Bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume in Würzburg das Bayerische Zentrum für präventive Infektionsmedizin (BZI). In diesem standortübergreifenden Netzwerk arbeiten erstmals alle sechs bayerischen Universitätsklinika und medizinischen Fakultäten in einer gemeinsamen Struktur zusammen, um Infektionskrankheiten früher zu erkennen, besser zu erforschen und wirksamer einzudämmen. Im Mittelpunkt stehen moderne Frühwarnsysteme, Impfstoffforschung, Datenanalyse sowie die Erforschung von Langzeitfolgen wie Long COVID. Auch hier ist es das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Versorgung zu überführen und Bayern für künftige Infektionsrisiken noch besser aufzustellen. Die Geschäftsstelle des BZI ist an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg angesiedelt, ein weiterer Standort befindet sich an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Für den Biotech Cluster Bayern und insbesondere im Rahmen der Koordination der Pandemic Alliance Munich (PAM) steht BioM mit beiden Zentren in engem Austausch.