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2 Finanzierungserfolge für Münchner LifeScience-Unternehmen

Automatisierte Pathologie und superschnelle PCR - das sind die beiden Kerngebiete in denen die Firmen inveox und GNA Biosolutions unterwegs sind. Erfolgreich, wie aktuelle Finanzierungsrunden mit 17 Mio € (inveox) bzw. 12 Mio € (GNA Biosolutions) beweisen.

Die Führungs"mann"schaft von GNA biosolutions - und das Gründer-Duo von inveox (unten, Fotos: Firmenwebsites)

Die Martinsrieder GNA Biosolutions GmbH, ein Unternehmen für Molekulardiagnostik, gab gerade (passenderweise auf dem AACC-Kongress, auf dem sie im letzten Jahr als Preisträger gewürdigt worden war) den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von 13,5 Mio. USD / 12 Mio € bekannt.
 
An der Finanzierungsrunde der Serie C nahmen neue Investoren teil, darunter GreyBird Ventures, Occident und Wachtumsfonds Bayern sowie die bestehenden Investoren SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement, Robert Bosch Venture Capital, UVC-Partner, Mey Capital Matrix, KfW und btov Partners. Der Erlös aus der Finanzierung wird zur Weiterentwicklung und Sicherung der IVD-CE-Kennzeichnung der ersten Point-of-Care-Plattform für Molekulardiagnostik von GNA verwendet.

BioM freut sich, dass einige der neuen Investoren auf dem 'BioAngels-Pitch'-Event haben auf GNA Biosolutions aufmerksam gemacht werden können.


GNA Biosolutions hat die nächste Generation der Nukleinsäureamplifikationstechnologie (Pulse Controlled Amplification - PCA) auf dem Gebiet der Molekulardiagnostik entwickelt. Die PCA-Plattform des Unternehmens amplifiziert Nukleinsäuren, die direkt aus komplexen Proben wie Vollblut, Sputum und Nasentupfern entnommen wurden, innerhalb von Minuten, ohne zusätzliche Probenvorbereitung und mit minimaler Einwirkzeit.


„Wir freuen uns, mit dem GNA-Team zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Phase des Unternehmens zu unterstützen. Die schnelle molekulare Diagnostik ist der Schlüssel zur Patientenversorgung in einem immer breiteren Spektrum von Therapiebereichen und insbesondere bei Infektionskrankheiten. Wir sind davon überzeugt, dass die PCA-Technologie viele Einschränkungen der bestehenden molekularen Diagnostik auflösen wird und schnelle Therapieentscheidungen ermöglicht, die die Patientenversorgung verbessern “, sagte Tom Miller, Partner bei GreyBird Ventures, Hauptinvestor der Runde. Herr Miller, ein weltweit führender Gesundheitsexperte und ein erfahrener und visionärer CEO, wird mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender des Verwaltungsrats von GNA fungieren.
„Wir sind sehr dankbar für die begeisterte Resonanz unserer neuen Investoren und die anhaltende Unterstützung unseres bestehenden Konsortiums. Diese Series C-Finanzierung wird uns helfen, unsere Regulierungsstrategie umzusetzen und PCA in die Klinik zu bringen “, sagte Federico Buersgens, Mitbegründer und Geschäftsführer von GNA Biosolutions.
Die bahnbrechende Technologie von GNA ermöglicht die Entwicklung kostengünstiger und einfach durchzuführender molekulardiagnostischer Tests. Die Prototyp-Plattform des Unternehmens wurde in mehr als 30 internen und mit Partnern durchgeführten Tests eingesetzt, darunter Tests auf im Krankenhaus erworbene Infektionen und Tuberkulose sowie auf Biothreats wie Ebola und Plague.
GNA war der Gewinner des AACC Disruptive Technology Award 2018.
 
https://www.gna-bio.com

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inveox erhält weiteres Investment in Höhe von 17 Mio €

Mit dem bislang größten Investment von 17 Millionen Euro will das Münchner Startup die Serienproduktion ihrer AI-gestützten Laborautomatisierung starten und Krebsdiagnosen künftig noch schneller und sicherer machen. Neben dem erfolgreichen Markteintritt in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) und der Eröffnung eines zusätzlichen Standorts in Krakau/Polen ist inveox weiter auf Wachstumskurs.

Angefangen hat alles mit der Idee die Zuverlässigkeit von Krebsdiagnosen signifikant zu verbessern. Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz sollten somit auch in Pathologielabore Einzug halten, um die schnellere und sicherere Untersuchung von krebsverdächtigen Gewebeproben zu ermöglichen - und die Verwechslungsgefahr drastisch zu reduzieren. Vier Business Angels glaubten an die Vision der beiden Gründer und unterstützten sie 2017 mit einem Investment von 1 Million Euro. Im Sommer 2018 erfolgte ein Wachstumsinvestment mit 5 Millionen durch die gleichen Investoren. Für den Mitgründer und Geschäftsführer Dominik Sievert bedeutet das jüngste Investment mehr als nur eine finanzielle Unterstützung: „Die Investoren glauben an uns, weil inveox innerhalb kurzer Zeit eine beispiellos starke Entwicklung gezeigt hat. Sie glauben an unsere Produkte, unsere Unternehmensführung und unsere Vision, und vor allem bieten sie uns einen unschätzbaren Mehrwert über das Investment hinaus: Mentoring.“ 

„Mein Mitgründer Dominik Sievert und ich sind sehr dankbar, dass unsere Investoren uns und unserer Vision ein so großes Vertrauen entgegenbringen“, so Geschäftsführerin Maria Sievert.  

Derzeit wird das IoT/SaaS-Gesamtsystem, bestehend aus einem Automaten, einem intelligenten Probenbehältern und einer AI-gestützten Software, bei mehreren Kunden in der DACH-Region – darunter aus namenhaften Unikliniken – implementiert. Die Einführung in weiteren Märkten im inner- und außereuropäischen Ausland steht ab der zweiten Jahreshälfte bevor.

Die 2017 in München gegründete inveox GmbH entwickelt Systeme zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung von Pathologielaboren. Ziel ist es, die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Krebsdiagnosen zu erhöhen, gleichzeitig die Effizienz und Rentabilität von Laboren zu steigern sowie das Potential für eine auf Big Data und Künstliche Intelligenz basierte, personalisierte Diagnostik zu erschließen.  

inveox gewann seit Gründung zahlreiche Auszeichnungen sowie Awards und ist Teilnehmer mehrerer Innovations-Förderprogramme namhafter Unternehmen wie zum Beispiel „Digital Health“ (Roche Diagnostics/ Plug&Play) und dem bevorstehenden Texas Medical Center Accelerator 2019 in Houston, Texas. Im Jahr der Gründung wurde inveox vom Magazin Für-Gründer zum „StartUp des Jahres 2017“ gekürt, schaffte es auf die Forbes Liste der „Vielversprechendsten Startups 2018“ und zählt zu den Finalisten des Deutschen Innovationspreises 2019. Ende 2018 hat inveox  ein Tochterunternehmen in Krakau (Polen) eröffnet und wurde 2019 Mitglied des World Economic Forum.

http://inveox.com/de/