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Der Milliarden-Dollar-Deal

Münchner Micromet und Amgen kooperieren bei Krebs-Antikörpern

Milliardenzahlen rauschen derzeit in den Nachrichtensendungen insbesondere beim Thema südliche europäische Länder oder auch des dramatischen Schuldenstandes der USA am geistigen Auge vorbei - wobei bei Letzterem sogar die noch unvorstellbarere Größenordnung von mehreren Billionen genannt wird.

Umso schöner, wenn aus der latent ebenfalls mit hohen Schuldenständen verknüpften Biotechnologiebranche eine solche Größenordnung (zumindest in US-Dollar) in einer Kooperationsvereinbarung aufscheint - und noch schöner, dass die Münchner Firma Micromet die große Nutznießerin ist, bzw. sein könnte, wenn denn alle Forschungsvorhaben sich so wie gewünscht mit dem neuen Partner Amgen entwickeln.

Ganz überraschend ist dies dabei nicht einmal - und auch das mag verwundern - jedoch hat die beeindruckende Antikörper-Technologie von Micromet gerade in letzter Zeit bereits einige Pharmaschwergewichte als Partner anlocken können, so etwa Sanofi-Aventis, Bayer-Schering und Boehringer Ingelheim, und auch die Investoren der an der US-Börse NASDAQ gelisteten (und daher teilweise US-amerikanischen Firma) ließen sich in der jüngsten Vergangenheit zu gewaltigen Kapitalerhöhungen hinreissen, so das nach dem Fachmagazin "transkript" hier eines der "bestfinanzierten deutschen Biotech-Unternehmen" (ohne konkretem Produkt auf dem Markt) besteht.

Neben einer Vorabzahlung von 10 Mio. € kann sich die gemeinsame Forschung mit Amgen durch Meilensteinzahlungen und noch zuzüglich Umsatzvergütungen und extra abzurechnenden Forschungssonderaufwendungen auf über 600 Mio. € hochschrauben - rund eine Milliarde US Dollar.

Der am weitesten selbstentwickelte bi-spezifische Antikörper, Blinatumomab, befindet sich nach äußerst vielversprechenden Phase-II-Daten nun kurz vor dem Eintritt in die entscheidende Phase-III-Studie.

Näheres in der Firmenpressemitteilung auch auf diesen Seiten und unter:

www.micromet-inc.com

[gk]