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Neues Krebszentrum in Bayern

Ein Konsortium aus Würzburg mit den Partnern Erlangen, Regensburg und Augsburg wird einer der vier neuen Standorte im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen.

Mit dem Konsortium aus Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg entsteht in Bayern ein neuer Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die vier neuen Standorte im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen bekannt. Darunter ist auch ein Konsortium aus Würzburg mit den Partnern Erlangen, Regensburg und Augsburg.

Jährlich erkranken in Deutschland knapp 500.000 Menschen neu an Krebs (Quelle: Robert Koch-Institut). Das Überleben hängt häufig davon ab, wann die Krebserkrankung erkannt wird. Dabei ist klar: Je früher eine Tumorerkrankung erkannt und dann auch qualifiziert behandelt wird, desto größer ist die Aussicht auf Überleben oder sogar Heilung.

Mit der 2019 gestarteten Nationalen Dekade gegen Krebs will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Krebsforschung und damit auch die Behandlung der an Krebs erkrankten Menschen stärken. Ein zentraler Baustein der Krebsforschung in Deutschland ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT). Das NCT sieht die enge Verknüpfung von exzellenter Forschung und bestmöglicher Versorgung zum Wohl der Patientinnen und Patienten als besonders relevant. An jedem der Standorte arbeiten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzten unter einem Dach zusammen. Das verkürzt die Wege vom Labor zum Krankenbett. Davon sollen alle Seiten profitieren.

Die derzeit zwei Standorte des NCT in Heidelberg und Dresden werden nun - wie von Anja Karliczek bereits zu Beginn der Nationalen Dekade gegen Krebs verkündet - um vier weitere ergänzt:

  • NCT WERA, getragen von den Universitäten und Universitätskliniken Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg sowie dem Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC MF)
  • NCT SüdWest, getragen vom Comprehensive Cancer Center Tübingen – Stuttgart (CCC-TS) am Universitätsklinikum Tübingen und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart sowie dem Comprehensive Cancer Center Ulm (CCC Ulm) am Universitätsklinikum Ulm
  • NCT Köln-Essen, getragen vom Cancer Research Center Cologne Essen (CCCE) mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln und dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) Essen
  • NCT Berlin, getragen von der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit dem Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC), dem Berliner Institut für Gesundheit (BIH) und dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin mit dem Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB)

„Mit dem Ausbau des NCT können in Zukunft noch mehr Ergebnisse aus der Forschung in klinischen Studien erprobt werden. Das bedeutet auch, dass noch mehr krebskranke Menschen einen besseren Zugang zu aktuellen Erkenntnissen aus der Krebsforschung und neuen Therapie- und Diagnosemöglichkeiten bekommen. Damit werden wir insgesamt die patientenorientierte Krebsforschung, die Versorgung vieler Krebspatientinnen und -patienten und die Ausbildung des wissenschaftlich-klinischen Nachwuchses in Deutschland noch einmal verbessern.“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der vier Standort-Kandidaten in Berlin.

Als neue NCT-Standorte bewerben konnten sich staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, Hochschulkliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die Exzellenz in der multidisziplinären onkologischen Forschung und Versorgung nachweisen können. Die eingegangenen Bewerbungen wurden von einem 13-köpfigen Gutachtergremium mit Vertreterinnen und Vertretern aus acht Nationen bewertet.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Kurzporträts der neuen Standorte des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen