Preisträger

Die Gewinnerteams des m4 Awards 2011, 2013 und 2015

m4 Award 2015

Prof. Dr. Dr. Andreas Beilhack
Prof. Dr. Harald Wajant
Universitätsklinikum Würzburg

TR-X – Ein molekularer Schalter zur Regulierung der Immunantwort

Tumorassoziierte regulatorische T-Zellen (Tregs) unterdrücken die Funktion des Immunsystems. Dadurch entziehen sich viele Krebszellen dem Zugriff der körpereigenen Abwehrkräfte. Prof. Andresas Beilhack und Prof. Harald Wajant arbeiten an der Entwicklung von Medikamenten, die diese Tregs blockieren. So soll das Immunsystem des Patienten für die Bekämpfung des Tumors reaktiviert werden. Die Blockierung oder Zerstörung der Tregs soll mit Hilfe monoklonaler Antikörper erreicht werden, die gegen einen für die Funktion der Tregs wichtigen Rezeptor gerichtet sind.


Dr. Nadja Fenn
Prof. Karl-Peter Hopfner
Genzentrum LMU München
Prof. Marion Subklewe

Klinikum der Universität München

A new antibody derivative that simultaneously targets tumor cells and locally inhibits immune checkpoints

Das Immunsystem erkennt körpereigene Zellen, die nicht angegriffen werden dürfen, an Molekülen, die im allgemeinen als "marker of self" bezeichnet werden. Viele Krebszellen verstecken sich vor dem Immunsystem, in dem sie die "marker of self" in hoher Zahl auf ihrer Oberfläche tragen. Der Ansatz von Dr. Fenn, Prof. Hopfner und Prof. Subklewe ist es, diese Tarnung auszuschalten und das Immunsystem des Patienten zu aktivieren. Dazu wird ein künstlicher Antikörper entwickelt, der spezifisch Krebszellen erkennt, Immunzellen mobilisiert und zugleich die Unterdrückung des Immunsystems aufhebt.


PD Dr. Felix Hausch
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

Procera Pharmaceuticals - first-in-class therapies for endocrine disorders

Fettleibigkeit ist eine ernste Erkrankung mit zahlreichen Folgeerkrankungen, an der aktuell 175 Mio. Menschen leiden. Die derzeitigen medikamentösen Therapieoptionen führen nur zu einem geringen Gewichtsverlust und haben oft schwere Nebenwirkungen. Dr. Felix Hausch und Kollegen erforschen eine neue Klasse von Medikamenten, sogenannte selektive FKBP51-Inhibitoren. Diese Wirkstoffe können oral eingenommen werden und wirken lokal in Muskeln und Fettgewebe. Da sie nicht ins Gehirn gelangen, sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten. Mit Hilfe der Förderung soll der Wirkstoff optimiert und umfangreiche präklinische Daten erhoben werden.


Dr. med. Michael Hudecek
Universitätsklinikum Würzburg

Personalisierte Krebsimmuntherapie mit UltraModularCARTM T-Zellen einer neuen Generation

Ein Problem der Krebstherapie ist, das Krebszellen für das Immunsystem des Patienten (so gut wie) „unsichtbar“ sind und nicht angegriffen werden. CAR steht für chimeric antigen receptor, ein aus verschiedenen Bausteinen zusammengesetztes Molekül, das wie ein Sensor an Krebszellen binden kann. Ein neuer Ansatz der Krebstherapie ist es, die Immunzellen des Patienten, sogenannte T-Zellen, mit den CAR „auszurüsten“, damit sie Krebszellen erkennen und zerstören können. Dr. med. Michael Hudecek arbeitet an einer neuen Generation von CAR T-Zellen, die eine stärkere Antitumorwirkung haben und zugleich eine überschießende Reaktion des Immunsystems verhindern.


Dr. Nikola Müller
Martin Preusse
Prof. Dr. Dr. Fabian Theis
Helmholtz Zentrum München, Dt. Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

KNOWING - Turning Big Data into Personalized Therapies

Die Lebenswissenschaften sind mit einer riesigen Datenmenge konfrontiert, die sich zudem durch eine große Datenvielfalt auszeichnet. Um zielgerichtete Medikamente entwickeln zu können, müssen sehr verschiedenartige Daten verknüpft werden, z.B. über Gene, Stoffwechsel und Gewebeuntersuchungen. Das Team um Dr. Nikola Müller arbeitet an einer Software, die diese Datenflut speichert, automatisch verknüpft und neue Biomarker und Wirkstoffe entdeckt. Damit soll der rasant wachsende Wissensschatz nutzbar gemacht und die Medikamentenentwicklung beschleunigt werden.


m4 Award 2013

Dr. med. Thomas Bumm
PD Dr. med. Gernot Stuhler
Universitätsklinikum Würzburg

Neuartige bi-molekulare T-Zell aktivierende Antikörper für die zielgerichtete kombinatorische Tumor-Immuntherapie (bi-ATAK)

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Moderne Therapien mit zielgerichteten Antikörpern binden an sogenannte Antigene auf den Krebszellen und bewirken, dass das Immunsystem den Krebs zerstört. Das Problem ist, dass es kaum Antigene gibt, die exklusiv auf der Oberfläche von Krebszellen auftreten und so gesundes vom krankem Gewebe nicht eindeutig unterschieden werden kann, womit unerwünschte Nebenwirkungen mit der Therapie einhergehen. Die Preisträger haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem die Krebszellen spezifisch erkannt werden, da zwei Antigene miteinander kombiniert werden. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass bestimmte Kombinationen von Antigenen nur auf Krebszellen auftreten. Durch die Verwendung von zwei Antikörperfragmenten, die jeweils ein Antigen binden und erst gemeinsam wirksam werden, wird eine hohe Spezifität erreicht. An Hand des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, soll das Therapiekonzept erprobt werden. Ist dies erfolgreich, könnte die Technologie auch auf viele weitere Krebserkrankungen übertragen werden.


Dr. med. Andreas Benesic
Prof. Dr. Alexander L. Gerbes
Klinikum der Universität München, LMU

MetaHeps – Personalized Liver Protection

Mit diesem Projekt sollen Leberschäden durch neue Medikamente verhindert werden. Solche Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall zum Tode führen. Aufgrund dieses bislang unkalkulierbaren Risikos wurden zahlreiche Medikamente vom Markt genommen, obwohl meist nur wenige Patienten betroffen waren. Ursache sind die großen Unterschiede im individuellen Leberstoffwechsel, die mit den bisherigen Tests nicht erfasst werden. Die Preisträger haben ein Verfahren entwickelt, mit dem aus nur 10 ml Blut Zellen gezüchtet werden, die den Leberzellen des Spenders ähneln und so erstmals eine Aussage über das persönliche Risiko durch Medikamente und Medikamenten-Wechselwirkungen ermöglichen. Mit Hilfe des m4 Award werden Untersuchungen an Patienten und Probanden durchgeführt und individuelle Profile erstellt. Diese Aufklärung der molekularen Mechanismen im Individuum ist Basis für die Entwicklung von Biomarkern zum Schutz von Risikopatienten. Für die Pharmaindustrie ist das MetaHeps-Verfahren von größtem Interesse und erlaubt bisher unerreichte Sicherheit durch Personalisierte Medizin.


Dr. Bernhard Frankenberger
Dr. Slavoljub Milošević
Prof. Dr. Dolores Schendel
Helmholtz Zentrum München

Eliminierung von pathogenen T-Zellen bei T-Zell-Leukämie und Autoimmunerkrankungen durch den gezielten Einsatz von T-Zellrezeptor-spezifischen, monoklonalen Antikörpern (TABS)

Viele Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose werden hervorgerufen durch fehlgeleitete Bestandteile des Immunsystems, sogenannte T-Zellen, die fälschlicherweise das körpereigene Gewebe angreifen. Auch bei einer bestimmten Krebsart, der T-Zell-Leukämie ist die Regulierung der T-Zellen gestört, so dass es zu unkontrolliertem Wachstum kommt. Der Preisträger hat ein neues Behandlungskonzept entwickelt, mit dem spezifisch die fehlgeleiteten T-Zellen identifiziert und zerstört werden können, ohne die gesunden Immunzellen zu beeinträchtigen. Hierzu werden monoklonale Antikörper hergestellt, die spezifisch bestimmte Typen von T-Zellen erkennen. Mit dem m4 Award sollen die geeignetsten Antikörper charakterisiert werden und das Therapiekonzept im Tierversuch bestätigt werden. Im Gegensatz zu den heutigen Medikamenten könnte mit der neuen Therapie eine vollständige Heilung der Patienten erreicht werden.


Prof. Dr. Herrmann Koepsell
Universität Würzburg

In vivo Wirkungsnachweis eines lokal im Dünndarm wirkenden oralen Antidiabetikums zur Verbesserung der Einstellung des Blutzuckers während der Nahrungsaufnahme (DarmADB)

Diabetes ist eine Volkskrankheit und kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Erblindung führen. Ausgelöst wird Diabetes Typ 2 durch einen Mangel an Insulin oder eine verminderten Wirksamkeit dieses Botenstoffes. Der Preisträger hat einen neuen oralen Wirkstoff entwickelt, der die körpereigene Ausschüttung von Insulin anregen soll. Das Tripeptid bewirkt, dass der Traubenzucker aus der Nahrung nicht im vorderen Teil, sondern im hinteren Teil des Dünndarms aufgenommen wird. Eine hohe Zuckerkonzentration im hinteren Teil des Darms löst Signalketten aus, die die Insulinproduktion erhöhen. Aus diesem Grund wird heute bei fettsüchtigen Patienten der vordere Teil des Dünndarms operativ entfernt. Diese Operation könnte durch den neuen Wirkstoff vermieden werden. Mit dem m4 Award soll das Therapiekonzept in Tierversuchen bestätigt und der Wirkstoff für die klinische Prüfung vorbereitet werden.


Prof. Dr. Matthias Mann
Dr. Nagarjuna Nagaraj 
M.Sc. Nils A. Kulak
Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

Massenspektrometrie-basierte Diagnostik zur Klassifizierung von Krankheitsbildern

Mit diesem Projekt soll die Massenspektrometrie von Proteinen Einzug in die klinische Anwendung halten. Das hochsensitive Verfahren ermöglicht es, die Eiweiß-Bestandteile einer Probe genau zu identifizieren und ihre Menge zu bestimmen. Die Massenspektrometrie wird derzeit für viele wissenschaftliche Fragestellungen verwendet, aber nicht in der klinischen Routine. Insbesondere für die Personalisierte Medizin liegt hier ein großes Potential. Für die Diagnose von Krankheiten bietet die Massenspektrometrie den Vorteil, dass nicht nur einzelne oder wenige Merkmale untersucht werden können, sondern tausende Proteine in nur wenigen Stunden. Mit dem m4 Award sollen Probenvorbereitung, Quantifizierung und Auswertung der Protein-Signaturen optimiert und standardisiert werden. Eine mögliche Anwendung ist die Untersuchung von Tumorgewebe, um die Therapie zu ermitteln, die für den individuellen Patienten am besten geeignet ist.


m4 Award 2011

Dr. Felix Hausch
Dr. Marcelo Paez-Pereda,
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

FLipeD: FKBP51-Liganden für eine personalisierte Depressionstherapie

Bei der Entstehung der Depression spielen körpereigene Stresshormone wie das Cortisol eine wichtige Rolle. So zeigen ca. 50 % aller Depressionspatienten eine veränderte hormonelle Stressreaktion, die auf ein verringertes Ansprechen auf Cortisol zurückzuführen ist. Ein wichtiger Regulator in der Vermittlung der Stressantwort ist das Protein FKBP51. Es bestimmt wie effektiv Cortisol im Organismus wirkt. Nachweislich kann eine Reduktion von FKBP51 zu einer Normalisierung der hormonellen Stressreaktion und zur Verbesserung von Depressionssymptomen führen. Die Partner um Dr. Hausch machen sich das Wissen um den atomaren Aufbau des Proteins FKBP51 zunutze, um neue Wirkstoffe zu entwerfen, die dieses Protein hemmen. Diese Wirkstoffe würden zielgerichtet genau den Patienten zur Verfügung gestellt, die unter einem verminderten Ansprechen auf Cortisol leiden. Da sich dieser therapeutische Ansatz mechanistisch von den vorhandenen Antidepressiva unterscheidet, könnten neuentwickelte Medikamente besonders gut für die Kombinationstherapie bei Depression eingesetzt werden.


Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner
Genzentrum der Ludwig-Maximilians Universität München
Priv.-Doz. Dr. Dr. Fuat Oduncu, MBA
Medizinische Klinik Innenstadt, München
Prof. Dr. Georg H. Fey
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Personalisierte Leukämie-Therapie durch "duales Targeting" mit Antikörper-Derivaten (Triplebodies)

Die akute Myeloische Leukämie (AML) ist eine Krebserkrankung des Blutes. Es gibt viele verschiedene Unterklassen der AML, die meistens nur sehr schlecht therapierbar sind: nur 16%-27% Prozent der Patienten überleben länger als vier Jahre. Die Ursache dafür ist, dass nach der konventionellen Chemotherapie eine minimale Restkrankheit verbleibt. Aus den überlebenden AML-Stammzellen werden neue Krebszellen gebildet, die zu Rezidiven führen. Das Team um Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner, PD Dr. Dr. Fuat Oduncu und Prof. Dr. Georg Fey entwickelt eine besondere Form von Antikörpern, sogenannte Triplebodies, die an zwei Oberflächenmoleküle der Krebs-Stammzellen binden. Gleichzeitig binden die Triplebodies an natürliche Killerzellen des Immunsystems, die dadurch an die Krebszelle geholt werden und diese wirksam abtöten. Das Erkennen von zwei Oberflächenmolekülen auf Krebs- und Krebsstammzellen ermöglicht die Entwicklung einer auf die bestimmte Patientengruppen besser abgestimmte personalisierte Therapie der AML. Die Triplebodies sind auch als Plattformtechnologie interessant, da mit diesem Wirkprinzip prinzipiell auch andere Krankheiten therapiert werden könnten.


Prof. Dr. Oliver Ritter
Dr. Martin Czolbe
Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik I

Die Blockade der Calcineurin-Importin-Interaktion als innovatives neues Wirkprinzip zur Behandlung von Herzinsuffizienz

Herzmuskelschwäche äußert sich mit verringerter Belastbarkeit, starker Atemnot und einer hohen Sterblichkeit. Bei der Entwicklung der Herzschwäche spielt das Enzym Calcineurin eine wichtige Rolle, das im Falle einer Herzschwäche vom Zellkern der Herzmuskelzellen aufgenommen wird und dann über eine Signalkaskade im Zellkern zu einer Aktivierung von fehlgeschalteten Genen führt. Um in den Zellkern aufgenommen zu werden, benötigt Calcineurin ein Träger-Protein, ein sogenanntes Importin. Die Arbeitsgruppe von Prof. Ritter konnte dieses Importin identifizieren, welches sich als Zielmolekül für eine neuartige Therapie der Herzschwäche eignet. Es ist ferner gelungen, einen Peptid-Wirkstoff zu entwickeln, der die Aufnahme von Calcineurin in den Zellkern verhindert und den Signalweg hemmt. Im Rahmen der Förderung durch den m4 Award sollen die toxikologischen und pharmazeutischen Eigenschaften dieses Peptid-Wirkstoffes untersucht werden und die klinischen Phasen vorbereitet werden. Das angestrebte Medikament hätte gegenüber der derzeitigen Therapie der Herzschwäche den Vorteil, dass es sehr früh im Krankheitsmechanismus ansetzt und so die Progression der Erkrankung verhindern könnte.


Prof. Dr. Dolores Schendel
Dr. Christiane Geiger
Dr. Miran Javorović
Helmholtz Zentrum München, Institut für Molekulare Immunologie

Individualisierte Dendritische Zellen als Impfstoffe für Patienten mit Hormon-resistentem Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern und weist eine hohe Mortalität auf. Nach 2-3 Jahren entwickeln viele metastasierende Tumore eine Resistenz gegen die gängige Hormontherapie und sind dann nur noch schwer behandelbar. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dolores Schendel möchte das körpereigene Immunsystem befähigen, die Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Als therapeutischer Impfstoff dienen Zellen des Immunsystems, sogenannte Dendritische Zellen. Diese Zellen präsentieren dem Immunsystem Bruchstücke von Oberflächenmolekülen, die sich auf Tumorzellen finden und ermöglichen dem Körper so, die Tumorzellen als „fremd“ zu erkennen. Dies setzt eine breite Immunabwehr in Gang und könnte zu einer vollständigen Heilung führen. Die im Projekt entwickelte Plattformtechnologie der Zelltherapie stellt einen innovativen und hoffnungsvollen Bereich der Medizin dar, der auch auf andere Indikationen ausgeweitet werden könnte.


Dr. Joel Schick1
Dr. Marcus Conrad1,2
Prof. Dr. Wolfgang Wurst1
1Helmholtz Zentrum München, Institut für Entwicklungsgenetik,
2DZNE – Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

RỌScue: Neue Medikamente zur Bekämpfung neurodegenerativer Erkrankungen

In einer alternden Gesellschaft wird der Bedarf an Medikamenten gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson stetig zunehmen. Schon seit längerem ist bekannt, dass das Absterben der Neuronen durch reaktive Sauerstoff-Spezies („Radikale“) verursacht wird. Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass diese Stoffe den Zelltod häufig über spezifische Signalwege auslösen. Die in den Signalwegen beteiligten Proteine bieten daher eine neue Angriffsfläche für Medikamente. Das Team von Dr. Joel Schick und Dr. Marcus Conrad hat ein neuartiges Testsystem entwickelt, mit dem sich Medikamentenkandidaten auf ihre schützende Wirkung testen lassen: Hierzu nutzen sie Zellen, denen bestimmte Gene fehlen und welche dadurch besonders viele reaktive Sauerstoff-Spezies bilden. Die Zellen sterben also, sofern die zum Tode führenden Signalkaskaden nicht durch einen Wirkstoff gehemmt werden. Durch ein halbautomatisches Roboter-System und ein automatisiertes Auslesen der Vitalität der Zellen können so sehr schnell große Mengen an Wirkstoffkandidaten getestet werden. Die aussichtsreichsten Kandidaten sollen dann im Rahmen von Tierstudien validiert und zu neuroprotektiven Medikamenten weiterentwickelt werden.



Dr. Petra Burgstaller
Dr. Petra Burgstaller

Senior Manager Start-Ups & Funding


Christina Enke-Stolle
Christina Enke-Stolle

Senior Manager Start-Ups & Funding