Accubator
Accubator – AI and lab in the loop
Biotechnologische Produktentwicklung – mit KI und HTS
Der Accubator wird Gründende und Start-ups bei der biotechnologischen Produktentwicklung unterstützen, indem er moderne Hochdurchsatz-Screeningmethoden mit künstlicher Intelligenz verbindet.
In Martinsried entsteht ein neues Angebot für Gründende und Start-ups: der Accubator. Nach einer Entwicklungs- und Pilotphase soll er ab 2028 Start-ups und Biotech-Unternehmen als Dienstleistung für die schnelle Entwicklung von Biotechnologie-Produkten, wie zum Beispiel künstlicher Enzyme oder anderer Designer-Proteine, zur Verfügung stehen.
Schnelle und kostengünstige Validierung
Die Entwicklung einer Produktidee oder eines frühen Produktkandidaten hin zu einem marktreifen Biotechnologie-Produkt übersteigt häufig die technologischen Ressourcen von Gründern und Start-ups. Der Accubator setzt hier an und schafft ein neuartiges Dienstleistungsangebot, das eine schnelle und kosteneffiziente Validierung und Optimierung biotechnologischer Produkte in verschiedenen Entwicklungsstadien ermöglicht.
Im Mittelpunkt steht die Integration effizienter mikrofluidischer Hochdurchsatz-Screening-Methoden mit KI-generierten Proteindesigns und fortschrittlichen Algorithmen zur Optimierung von Biomolekülen und Zellen. Durch die nahtlose Integration von KI soll der Accubator zu einer zentralen Drehscheibe für die computergestützte Produktentwicklung in der Biotechnologie werden.
KI-gestützte Optimierung
So können beispielsweise mithilfe von KI entworfene oder modifizierte Proteinvarianten auf DNA-Ebene synthetisiert, in Zellen transformiert und die exprimierten Proteinvarianten mit modernen Hochdurchsatzmethoden getestet und charakterisiert werden. Die daraus gewonnenen Daten fließen in iterative Optimierungszyklen ein, in denen die Kandidaten durch Mutation und Screening mit KI-Unterstützung weiter verbessert werden. Das Ergebnis ist eine optimierte Variante, die anschließend in die Skalierung und Produktion überführt werden kann. Der Arbeitsablauf unterstützt Kunden durch deutlich schnellere Produktentwicklungszyklen bei geringeren Kosten.
Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Derzeit läuft eine Pilotstudie in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und dem Max-Planck-Institut für Biochemie, koordiniert durch BioM.
Perspektivisch richtet sich der Accubator insbesondere an Gründerinnen und Gründer sowie Forschende, die eine Ausgründung planen.