DigiMed Bayern

DigiMed Bayern für die Medizin der Zukunft


Die P4-Medizin (prädiktiv, präventiv, personalisiert, partizipatorisch) ist weltweit eine der erfolgversprechendsten Entwicklungen für eine verbesserte – weil ganzheitliche und effizientere – Gesundheitsversorgung. DigiMed Bayern hat das Ziel, Bayern mit einem Leuchtturmprojekt in diese Medizin der Zukunft zu führen.

Das Leuchtturm-P4-Medizinprojekt DigiMed Bayern startete Ende 2018 mit über 20 Millionen Euro Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. DigiMed Bayern kombiniert umfassende Datensätze von Patienten, bei denen atherosklerotische Erkrankungen wie eine koronare Herzerkrankung, ein Schlaganfall oder genetische Risikofaktoren diagnostiziert wurden. Diese Datensätze werden weiter mit modernster multidimensionaler molekularer Charakterisierung (-omics-Technologien) des jeweiligen Probenmaterials angereichert. Für die integrative Analyse der resultierenden "Big Data" wird eine ethisch und rechtskonforme, hochsichere und nachhaltige IT-Infrastruktur grundsätzlich konzipiert und implementiert. Patienten und Risikopersonen werden dadurch von den Fortschritten bei der Vorhersage von Krankheitsrisiken, der gezielten Prävention, Diagnose und Behandlung profitieren.


Übergeordnete Ziele von DigiMed Bayern

1.    Am Beispiel der Atherosklerose erfolgt eine erste Analyse von umfassenden Datensätzen im Sinne der digitalen Medizin der Zukunft. Alle Beteiligten am Gesundheitssystem in Bayern sollen direkt davon profitieren: Die Vorhersage für das Koronare Herzerkrankung (KHK) und Schlaganfall-Risiko soll kurzfristig genauer und eine präventive Behandlung besser ermöglicht werden. Mittel- bis langfristig werden Verbesserungen bei Diagnose und Therapie angestrebt. Die bevölkerungsweite Identifikation der familiären Hypercholesterinämie als gravierender exemplarischer Risikofaktor für die Atherosklerose soll nachhaltig verbessert werden.
2.    Die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen der P4-Medizin werden mittels der konkreten Umsetzung erfasst, vorangetrieben und dokumentiert. Dies umfasst einen proaktiven, multi-direktionalen Informationsaustausch aller an Gesundheit Beteiligten mit systemischer Weiterentwicklung.
3.    Resultierende Erkenntnisse und Strukturen sollen im Gesundheitssystem, in Forschung und Wirtschaft ausbaufähig und auf andere Krankheiten übertragbar sein. Insbesondere soll eine beispielhafte und übertragbare integrierte digitale Infrastruktur geschaffen werden.
4.    Bayern soll als Standort für P4-Medizin auch in der internationalen Wahrnehmung substantiell entwickelt und international vernetzt werden.

 

Geplante Laufzeit:
Q4 2018 bis Q4 2023

 

Wissenschaftliche Leitung:   
Deutsches Herzzentrum München

Geschäftsführende Leitung:   
BioM Biotech Cluster Development GmbH

 

Initial beteiligte Institutionen   


Weitere Informationen: Darstellung der Teilprojekte von DigiMed Bayern (pdf).

DigiMed Bayern Public Seminar

13.3.2019, 5pm
Handling Precision Medicine: Yes We Can! (And What We Can't)

Olaf Lodbrok, MBA
Senior Vice President & General Manager, Precision Medicine, Elsevier
Dr. Klaus Heumann
CEO, Biomax Informatics 

25.2.2019, 5pm
From Biobanking to Precision Medicine: The Estonian Way
Prof. Dr. Andres Metspalu
The Estonian Genome Center, Institute of Genomics, University of Tartu, Estonia

31.1.2019, 5pm
Catalan open innovation hub on ICT-supported integrated care services for chronic patients
Prof. Dr. Josep Roca
Hospital Clinic de Barcelona. IDIBAPS. University of Barcelona

21.1.2019, 6pm
Systems BioMedicine - trying to merge basic research with health care data
Prof. Dr. Reinhard Schneider
ELIXIR-Luxembourg node
Bioinformatics Core Facility of the Luxembourg Centre for Systems Biomedicine

9.1.2019, 5pm
Systems Medicine - A big data driven disruptive view on current medicine
Prof. Dr. Jan Baumbach
Chair of Experimental Bioinformatics, TU Munich



Dr. Jens Wiehler
Dr. Jens Wiehler

Managing Director DigiMed Bayern


Dr. Ruoyu Sun
Dr. Ruoyu Sun

Project Manager DigiMed Bayern


gefördert durch: