InnoMuNiCH

Deutsch-japanische Kooperationen zur Entwicklung von biomedizinischen Innovationen

InnoMuNiCH soll globale biopharmazeutische Innovationen beschleunigen, indem deutsch-japanische Kompetenzen in Forschung und Entwicklung gebündelt werden. InnoMuNiCH steht für „Innovations through Munich-Nippon Cooperations in Healthcare“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt seit Januar 2017 im Rahmen der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“.


Das InnoMuNiCH Projekt

Eine Herausforderung in der globalen Gesundheitsentwicklung ist die effiziente Übertragung von Ergebnissen der akademischen Forschung in pharmazeutische Produkte. Da Forschungsergebnisse meist nicht direkt auf die Großindustrie anwendbar sind, können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hier als Katalysatoren wirken. Die KMU können den Innovationsprozess signifikant beschleunigen, indem sie kleinere, auf einander aufbauende Innovationschritte ausführen.

Das InnoMuNiCH Projekt wird vom BMBF gefördert und von BioM gemanaged. InnoMuNiCH verknüpft pharmazeutische Unternehmen, Forschungsgruppen und kleinere und mittlere Biotechnologieunternehmen aus Japan mit Kooperationspartnern aus München, Bayern und darüber hinaus. Das Projekt bietet eine deutsch-japanische Kooperationsplattform, mit der binationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte initiiert und beschleunigt werden. Von dieser Zusammenarbeit auf Augenhöhe werden beide Partner, sowohl die deutsche als auch die japanische Seite, profitieren.

BioM Cluster Management

BioM Biotech Cluster Development GmbH ist die Clustermanagement-Organisation, die alle bayerischen Biotechnologieregionen miteinander verknüpft, sowie den Münchner Biotech Cluster mit Fokus auf biomedizinische Innovationen managed. Seit 1997 unterstützt die non-Profit-Organisation BioM die regionale Biotechnologieindustrie und ist die erste Anlaufstelle für globale Partner mit Geschäftsinteressen in Bayern. BioM ist außerdem ein Mitglied des Arbeitskreises der Deutschen BioRegionen und im Vorstand des Council of European BioRegions (CEBR).

Seit 2010 hat BioM eine vertrauensvolle, nachhaltige Beziehung mit Japan aufgebaut. BioM organisiert Handelsreisen für bayerische Unternehmen, repräsentiert die Region auf japanischen Messen und unterhält enge Kontakte mit japanischen Schlüsselregionen und weiteren Partnern. BioM und Osaka BioHeadquarters unterzeichneten 2011 eine offizielle Kooperationsvereinbarung. Darauf aufbauend hat sich eine vielfältige und fruchtbare B2B Zusammenarbeit entfaltet.

Kooperationsplattform

In einem ersten Schritt werden zusammen mit interessierten bayerischen Unternehmen konkrete bi-nationale Verbundprojekte erarbeitet und durch das BMBF gefördert. Diese dienen als Basis für den Aufbau einer weitergehenden deutsch-japanischen Beziehung und als Grundlage der Internationalisierungsstrategie für den Münchner Biotech Cluster in Japan.

Um weitere F&E-Projekte zwischen Deutschland und Japan zu initiieren, wird zudem ein neues Einstiegportal in Form einer Kooperationsplattform geschaffen. Dieses soll den Zugang zu dem geschäftskulturell schwierigen Umfeld erleichtern und eine Vertrauensbasis auf beiden Seiten schaffen. In diese weltweit einmalige deutsch-japanische Kooperationsplattform für biomedizinische Innovationen werden die wichtigsten Akteure beider Nationen eingebunden, was die Kooperationsanbahnung zwischen Geschäftspartnern beider Länder beschleunigen soll.

Entsprechend der Zukunftsstrategie des Münchner Biotechnologie Clusters liegt der thematische Fokus von InnoMuNiCH auf der Medizin der Zukunft. Dazu gehören zum Beispiel die Personalisierte Medizin und neuartige Entwicklungen in den Bereichen Immunmodulation, viral induzierte Krebserkrankungen, Zell- und Gentherapie, aber auch die Entwicklung von innovativen „small molecule“-Wirkstoffen.

BioM und Kawasaki City, Japan, unterzeichneten am 24.11.2017 ein Memorandum of Understanding zur Förderung des Wirtschaftsaustausches

 

Prof. Dr. Horst Domdey, Direktor; Dr. Stephanie Wehnelt, Projektleiterin, Dr. Megumi Haschiguchi, Projektmanagerin (v.l.n.r.)


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