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CatalYm sammelt 50 Mio. Euro für Behandlung Checkpoint-Inhibitor refraktärer Tumore

CatalYm sammelt 50 Mio. Euro

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Die CatalYm GmbH aus Martinsreid bei München hat eine Serie-B-Finanzierung über 50 Mio. Euro abgeschlossen. Das biopharmazeutische Start-up mit Fokus auf neuartige Krebsimmuntherapien will die Gelder für die klinische Entwicklung seines GDF-15-Antikörpers gegen Krebs nutzen. Diese soll Ende 2020 starten.

CatalYm entwickelt innovative Immuntherapien in Form von monoklonalen Antikörpern, die die Mikroumgebung von Tumoren so verändern, dass Immunzellen besser in die Mikroumgebung von „kalten“ (= immunresistenten) Tumoren eindringen können. Die Behandlung könnte wesentliche Einschränkungen von bestehenden Immuntherapien überwinden und das Überleben und die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern.

Antikörper soll immunsuppressive Mechnismen ausschalten

CatalYms fortgeschrittenster Antikörper CTL-002 zielt spezifisch darauf ab, das von Tumoren produzierte Protein GDF-15 zu neutralisieren. GDF-15 gehört zur TGF-beta Familie und ist mit einer schlechten Prognose und verringerten Gesamtüberlebensrate bei verschiedenen Tumorarten assoziiert. Hohe GDF-15 Konzentrationen im Serum und der Tumorumgebung helfen dem Tumor, sich dem Immunsystem zu entziehen, und sind mit Resistenzen gegen derzeit verfügbare Therapien verbunden. CTL-002 adressiert drei vom Tumor gesteuerte immunsuppressive Mechanismen, die alle auf der hemmenden Wirkung von GDF-15 auf die immunstimulierende LFA-1/ICAM-1 Interaktion basieren. Durch die Neutralisierung von GDF-15 soll CTL-002 das Eindringen von Immunzellen in den Tumor verstärken, die T-Zellaktivierung durch dendritische Zellen optimieren und die Vernichtung von Tumorzellen durch T- und NK-Zellen verbessern.

In weniger als drei Jahren konnte das Martinsrieder Unternehmen den Antikörper CTL-002 von der wissenschaftlichen Forschung in die klinische Entwicklung bringen. Er soll als Monotherapie aber auch in Kombination mit zugelassenen PD-1/PD-L1 Antagonisten in Patienten überprüft werden, die nicht auf Checkpoint-Inhibitoren ansprechen.

Dr. Manfred Rüdiger, Geschäftsführer von CatalYm, erklärte: „Diese Finanzierung verbunden mit dem großen Engagement unserer bestehenden und neuen Investoren ermöglichet es uns, CTL-002 bis zum klinischen Proof-of-Concept zu bringen und zu zeigen, dass die Neutralisierung von GDF-15 wichtig für eine wiederhergestellte Immunantwort in einer Vielzahl von Tumortypen ist. Die klinische Entwicklung von CTL-002 soll im Dezember 2020 starten.“

Die Finanzierung wurde von Vesalius Biocapital III geleitet und von Novartis Venture Fund (NVF), Wachstumsfonds Bayern, den Partner- und Gründungsinvestoren Forbion und BioGeneration Ventures begleitet. CatalYm wurde mit einer Anschubfinanzierung von Forbion und BGVA im Jahr 2016 als Spin-off der Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf der Grundlage der innovativen Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Jörg Wischhusen gegründet.Mittlerweile sitzt das Unternehmen im Martinsrieder Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB).

Marc Lohrmann, Managing Partner von Vesalius BioCapital III, kommentierte: „Wir freuen uns außerordentlich, CatalYm in dieser Serie-B-Finanzierung zu unterstützen und mit einer bis Ende 2020 startenden first-in-human-Studie ein neues onkologisches Behandlungs-Paradigma zum Patienten zu bringen.“

Dr. Holger Reithinger, Aufsichtsratsvorsitzender von CatalYm und General Partner von Forbion, fügte hinzu: „Diese Finanzierungsrunde ist eine Anerkennung des Fortschritts, den das CatalYm Team in den letzten vier Jahren erreicht hat. Als Gründungsinvestor begrüßen wir unsere neuen Partner Vesalius BioCapital III, Novartis Venture Fund, Wachstumsfonds Bayern und coparion, uns gemeinsam bei der klinischen Entwicklung von CTL-002 zu unterstützen.“

Weitere Informationen
www.catalym.com