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Artikel von BioM über die bayerische Biotechnologiebranche

Future X Healthcare 2017

Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH in ihrer Eröffnungsrede © Roche

Die Gewinner des FXH Scientific Excellence und des FXH Start-up Awards 2017: (v.l.n.r.) Marcel Gehrung (Eberhard Karls Universität Tübingen, 3. Preis Scientific Excellence Award), Lara Schneider (Universität des Saarlandes, 1. Preis Scientific Excellence Award), Sebastian Salentin (Technische Universität Dresden, 2. Preis Scientific Excellence Award), Bieke Van Gorp (COO, FibriCheck, 1. Preis Start-up Award), Jan Orwat (StethoMe™, 3. Preis Start-up Award), Dr. Ursula Redeker (Sprecherin der Geschäftsführung, Roche Diagnostics GmbH), Stephanie Vinckenbosch (FibriCeck, 1. Preis Start-up Award), Wojciech Radomski (CEO, StethoMe™, 3. Preis Start-up Award), Dr. Lennart Thurfjell (CEO, Combinostics, 2.Preis Start-up Award) © Roche

Mit seiner ersten Future X Healthcare Veranstaltung in der Alten Bayerischen Staatsbank in München bringt Roche mehr als 300 internationale Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Start-ups, Venture Capital und Politik zusammen. Das neue Eventformat unter dem Motto „Making Data Meaningful” hatte das Ziel, Themen zur gemeinsamen Gestaltung der digitalen Zukunft des Gesundheitswesens zu adressieren. Der Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Regulation, Versicherungen und Politik zu Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das Gesundheitswesen soll dabei zu konkreten Fortschritten führen und auch ein deutliches Signal für den Life Science-Standort München aussenden.  Die Veranstaltung stieß auf enorme Resonanz und über 200 Interessierte konnten aus Kapazitätsgründen nicht zugelassen werden. 

Netzwerke sollen Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft verbinden
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Schirmherrin der von Roche initiierten Veranstaltung, wies in ihrer Eröffnungsrede auf die zentrale Bedeutung einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit hin, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen erfolgreich umzusetzen: „Bayern ist ein international anerkannter innovativer Hightech-Standort im Bereich Gesundheit und Medizin.  Mit BioM und dem Cluster Biotechnologie fördern wir seit Jahren erfolgreich diese Entwicklungen. Um diese Innovationen auch künftig zu erzeugen, braucht es starke Netzwerke, die eine Verbindung zwischen der Welt der Wissenschaft und der Gesundheitswirtschaft schaffen. Diese Netzwerke wollen wir insbesondere im Bereich des digitalen Gesundheitswesens noch stärker ausbauen. Damit erreichen wir eine weitere Verbesserung der Patientenversorgung und entwickeln den Hightech-Standort Bayern insgesamt.“ Sie betonte jedoch auch, dass es einen „Mentalitätswandel“ bräuchte und auch sie selbst als ehemalige Verbraucherschutzministerin BigData als Chance sehe, die insbesondere im Gesundheitsbereich ergriffen werden müsse.

Innovative Datennutzung für personalisierte Medizin

Die Zahl an digitalen Gesundheitsdaten wächst rasant, von Labordaten, Studiendaten, Behandlungs- und Diagnosedaten, Daten der digitalen Bildgebung bis hin zu Genprofilen. Diese Daten innovativ zu nutzen – und einen Mehrnutzen aus diesen auch überhaupt herleiten zu können, um neuartige Produkte erfolgreich und schneller auf den Markt zu bringen, ist die große Chance und Herausforderung der personalisierten Medizin.

„Die verstärkte Anwendung von personalisierter Medizin kann nur gelingen, wenn Brücken zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen gebaut werden. Aus diesem Grund hat Roche die Eventplattform Future X Healthcare ins Leben gerufen, um die wichtigsten Innovationstreiber zusammen zu bringen und die Bildung neuer Netzwerke zu fördern“, erläutert Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH. „Die Digitalisierung wird das Potenzial der personalisierten Medizin nochmals deutlich steigern.“

Personalisierte Medizin stand auch im Fokus der Panel Diskussion am Nachmittag des Events. International renommierte Vertreter aus Wissenschaft, Gesundheits- und Technologiebranche, Start-up-Szene und Wirtschaftsförderung diskutieren miteinander, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, die Behandlung zunehmend auf die Bedürfnisse von Patienten zuzuschneiden und die Forschung zu beschleunigen, auch in Bezug auf Möglichkeiten für Gesellschaft, Wirtschaft und Patienten

Verleihung der FXH-Awards

Highlight neben dem Programm mit weiteren namhaften Unternehmen wie SAP, PlugandPlay, IBM, Helsana Group und Start-Ups wie Reactive Robotics, Kaia Health, mySugr u.a.  war die Verleihung der FXH Awards in den Kategorien „Scientific Excellence“ und „Start-up“.
Das Preisgeld für den Scientific Excellence Award beträgt insgesamt 5.000 Euro (1. Platz: 3.000 Euro, 2. Platz: 1.500 Euro, 3. Platz: 500 Euro) und für den Start-up Award insgesamt 17.500 Euro (1. Platz: 10.000 Euro, 2. Platz: 5.000 Euro, 3. Platz: 2.500 Euro)

Über Platz 1 des erstmalig mit einer beeindruckenden Show verliehenen FxH-Start-up Award konnten sich Bieke van Gorp und Stephanie Vinckenbosch von fibricheck aus Belgien. Der 1. Platz des Scientific Excellence-Award mit 1.500 €  ging an Lara Schneider von der Universität des Saarlandes.

Weitere Informationen zum Nachbericht:

https://www.roche.de/medien/fxh2017/

https://www.roche.de/medien/meldungen/FXH-Awards-2017-Die-Gewinner-4687.html

Die Veranstaltungshomepage: www.fxh2017.com

BioM ist Partnerorganisation des erstmalig von Roche Diagnostics, Penzberg, initiierten Veranstaltungsformates FutureXHealth. Die 2. Folgeveranstaltung ist für 2019 geplant.