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Kick-off für das neue Stamzell-Zentrum CARE in München

Am 13. April wurde das geplante Stammzell-Zentrum CARE erstmals Vertretern der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. Das „Center for Advanced Regenerative Engineering“ soll im Januar 2017 seinen Betrieb aufnehmen.

Stammzellforscher Hans Schöler, die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Horst Domdey (BioM) und Ulrich Gerth (CARE).

Am 13. April wurde das geplante Stammzell-Zentrum CARE erstmals Vertretern der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. Das „Center for Advanced Regenerative Engineering“ soll im Januar 2017 seinen Betrieb aufnehmen. Das Forschungsinstitut soll 60 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit wird ein geeigneter Standort in Bayern gesucht. Als Favorit gilt der Biotech-Campus in Martinsried.
 
Das Stammzell-Institut wurde von Prof. Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin Münster, ursprünglich für den Standort Münster geplant. Nachdem dort das Projekt gestoppt wurde, hat Bayern dem CARE eine neue Heimat geboten. Die bayerische Staatsregierung hat eine Finanzierungszusage von zunächst 15 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren gegeben. „CARE ist ein Rohdiamant, in die richtige ‚Fassung‘ wird er nun durch das hervorragende Umfeld im Biotech-Cluster München gebracht“, kommentierte die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. 

Prof. Hans Schöler erläuterte das wissenschaftliche Konzept, das ganz der Translation gewidmet ist. Mit Hilfe von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) und patientenspezifischen Krankheitsmodellen sollen hochdurchsatzfähige Assayformate für die Wirkstoffforschung entwickelt werden. „Wir nehmen vorrangig neurodegenerative Erkrankungen ins Visier. Auf der Suche nach neuen therapeutischen Ansätzen sind wir grundsätzlich offen, alle Arten von Zellen und Krankheiten zu untersuchen“, so Schöler. „Translation ist gerade bei Biologika nicht einfach. Nicht jeder Antikörper aus der Wissenschaft ist dann industriell überlebensfähig“, sagte Markus Enzelberger, Senior Vice President der Morphosys AG. „Wir sehen daher in CARE eine wertvolle Ergänzung, um diese Translation effektiver und werthaltiger zu machen.“

Als weiterer Baustein wird mit dem im CARE-Konsortium eingebundenen LDC (Lead-Discovery Center) aus Dortmund auch noch an einem "LDC biologics" in München gearbeitet, das damit die gesamte Wirkstoffsuche akademischer Einrichtungen aus Chemie, Pharmazie und Biologie in eine Translationseinrichtung zusammenbringen würde.

Das Kick-off Meeting in der Münchner Residenz mit über 100 Teilnehmern wurde von BioM organisiert, der Clustermanagementorganisation der Biotechnologie in München und Bayern. Geschäftsführer Prof. Horst Domdey sagte: „Als einer der national führenden Standorte für die Medikamentenentwicklung tun wir alles, um die Kompetenz und die Angebote für Industriekooperationen weiterzuentwickeln. Die Erfolge nicht nur unserer 'Leuchttürme' geben uns hier eindeutig Recht.“
 
Bilder zur Veranstaltung: http://www.bio-m.org/biom-veranstaltungen/bilder-care.html

Weitere Informationen: http://www.bio-m.org/biom-news/care-rueckt-naeher.html